Steam Machine weiter im „Hold-Modus“: Valve wartet offenbar auf den richtigen Preis
Die Steam Machine lässt weiter auf sich warten und inzwischen wirkt es immer deutlicher so, als sei nicht die Technik das eigentliche Hindernis, sondern der Preis. In einem neuen Gespräch mit IGN sagte Valves Pierre-Loup Griffais, es gehe bei der Steam Machine vor allem um die „Logistik, sie in die Hände der Nutzer zu bekommen“. Laut IGN deutet das darauf hin, dass das Gerät im Kern bereits weitgehend fertig ist, Valve aber wegen der aktuellen Hardware-Situation noch auf den richtigen Zeitpunkt wartet.
Das passt zu dem, was Valve schon in den vergangenen Wochen angedeutet hatte. Die Firma hatte ihren Hardware-Fahrplan bereits wegen Speicher- und Lagerengpässen entschärft und den frühen Start der Steam Machine kassiert. Gleichzeitig hielt Valve öffentlich daran fest, dass das Gerät weiterhin 2026 erscheinen soll. Genau diese Mischung aus technischer Bereitschaft und wirtschaftlicher Vorsicht zieht sich jetzt erneut durch die Aussagen.
Valve beschreibt die Steam Machine fast wie einen stärkeren Steam Deck fürs Wohnzimmer
Besonders interessant ist, wie Griffais den aktuellen Stand des Geräts umschreibt. Laut IGN sagte er sinngemäß: Wer den Steam Deck bereits angedockt genutzt habe, kenne das Erlebnis im Grunde schon, nur mit mehr GPU-Leistung. Das klingt nicht nach einem Projekt, das noch in einer frühen, chaotischen Phase steckt, sondern eher nach einem Gerät, das im Wesentlichen steht und jetzt auf die richtige Marktphase wartet.
Damit wird auch klarer, was Valve mit der Steam Machine überhaupt vorhat: kein klassischer Konsolenangriff gegen PlayStation oder Xbox, sondern eher ein kompakter SteamOS-PC für den Fernseher, der die Steam-Deck-Idee ins Wohnzimmer bringt. Schon Ende 2025 hatte Valve signalisiert, dass sich die Preisgestaltung eher an einem vergleichbaren PC orientieren werde als an einer subventionierten Konsole.
Das eigentliche Problem bleibt die RAM-Krise
Der große Bremsklotz ist weiter die anhaltende RAM- und Speicherknappheit, die seit Monaten große Teile des Hardware-Markts belastet. Wir berichteten bereits im März, dass Valve selbst beim Steam Deck OLED mit unterbrochener Verfügbarkeit kämpfen musste und zugleich mehrere neue Hardware-Produkte, darunter Steam Machine, Steam Frame und Steam Controller, von denselben Engpässen betroffen waren.

Neben dem Steam Frame möchte Valve auch das Steam Frame VR-Headset bald auf den Markt bringen. – Bild: Valve
Wenn Valve nun laut den neuesten Aussagen „auf den richtigen Preis“ wartet, dann ist das im Grunde die Konsequenz daraus. Denn ein Gerät wie die Steam Machine kann zwar fertig sein, wenn aber Speicherpreise und Teilekosten zu hoch bleiben, wird aus einer attraktiven Wohnzimmer-Box schnell ein Produkt, das vielen Kunden schlicht zu teuer vorkommt. Genau deshalb scheint Valve gerade lieber zu warten, statt das Gerät mit einem unglücklichen Preis in den Markt zu gehen.
Der Steam Controller kommt früher
Ein weiterer spannender Punkt ist, dass Valve seine neue Hardware offenbar nicht mehr zwingend als Gesamtpaket veröffentlichen will. Der neue Steam Controller soll unabhängig von Steam Machine und Steam Frame gestartet werden. Das spricht dafür, dass Valve seine Produkte im Zweifel einzeln losschickt, sobald Preis, Verfügbarkeit und Timing passen.
Die gute Nachricht für Interessierte ist: Valve klingt nicht so, als würde sich der Launch auf unbestimmte Zeit verschieben.


