Steam Machine: Release wird verzögert – Valve spricht jetzt Klartext
Valve hat sich direkt an die Community gewandt und ein ausführliches Update zur kommenden Steam-Hardware veröffentlicht. Im Mittelpunkt stehen drei Geräte: die neue Steam Machine, das VR-Headset Steam Frame und ein überarbeiteter Steam Controller. Doch statt konkreter Preise gibt es erst einmal eine kleine Bremse. Valve hat bestätigt, dass sich Pläne für kommende Steam Hardware verzögern.
„Unser Ziel ist nach wie vor, die Geräte in der ersten Jahreshälfte auf den Markt zu bringen. Der genaue Zeitpunkt und die Preisgestaltung stehen jedoch bisher nicht endgültig fest und können sich den Umständen entsprechend noch ändern“, wie Valve schildert.
Eigentlich wollte Valve längst Preise und Termine nennen. Doch globale Engpässe bei Speicherkomponenten zwingen das Unternehmen, die Markteinführung und Preisstruktur neu zu bewerten. Besonders Steam Machine und Steam Frame sind betroffen. Das Ziel bleibt die erste Jahreshälfte, aber feste Daten gibt es noch nicht. Klingt nach Aufschub, nicht nach Rückzieher. Valve betont in einem Beitrag auf Steampowered.com, dass weiter intensiv an der Hardware gearbeitet wird. Wie wir bereits im Vorfeld vermutet haben, dürfte es aufgrund des weltweiten RAM-Mangels zu Verspätungen kommen.
„Als wir die Produkte im November ankündigten, gingen wir davon aus, bis jetzt konkrete Preise und Termine zur Markteinführung bekanntgeben zu können. Wie viele andere Hersteller der Branche ist jedoch auch Valve von den aktuellen globalen Engpässen bezüglich der Verfügbarkeit von Speicherkomponenten betroffen. Aufgrund dessen und der damit verbundenen steigenden Preise müssen wir unsere Preisgestaltung und Markteinführungspläne insbesondere in Bezug auf Steam Machine und Steam Frame überarbeiten“, so Valve.
Steam Frame: VR mit neuer Technik
Besonders spannend ist das Steam Frame Headset. Es unterstützt sogenanntes Foveated Streaming. Anders als „Foveated Rendering“ wird hier nicht nur das Bild berechnet, sondern die hochauflösenden Daten gezielt gestreamt. Also genau dorthin, wo du hinschaust. Vorteil: bessere Performance ohne Entwickler-Anpassungen, da es auf Systemebene läuft.
Auch Streaming-Dienste sollen direkt über den integrierten Browser funktionieren. Brillenträger können das Headset laut Valve grundsätzlich nutzen, zudem werden Einsätze mit Sehstärke geprüft. Valve hat auch klargestellt, dass auch wenn das Valve Index nicht mehr hergestellt wird, es trotzdem weiterhin unterstützt wird.

Steam Frame VR Headset soll 2026 erscheinen. Einen genauen Release-Termin gibt es noch nicht. – Bild: Valve
Steam Machine: PC-Power fürs Wohnzimmer verspätet sich
Die neue Steam Machine zielt klar auf High-End-Gaming im Wohnzimmer. In Tests liefen viele Titel in 4K bei 60 FPS mit FSR. SSD und Arbeitsspeicher sind aufrüstbar, und Valve will sogar CAD-Daten veröffentlichen, damit Drittanbieter eigene Blenden und Zubehör herstellen können. Das klingt stark nach offener Plattform statt geschlossener Konsole.
Allerdings verweist Valve auch auf die Grenzen den „Wohnzimmer-PCs“: „Allerdings gibt es einige Titel, die derzeit eine höhere Skalierung erfordern als andere, und es kann ratsam sein, mit einer niedrigeren Bildrate und aktivierter VRR zu spielen, um eine interne Auflösung von 1080 Pixeln beizubehalten.“
Valve hat auch Infos zum nächsten Steam-Controller. Der neue Controller funktioniert mit allen Spielen, die das Steam-Overlay unterstützen. Damit bleibt er auch für Nicht-Steam-Titel nutzbar. Ein klarer Pluspunkt für PC-Spieler mit großer Bibliothek.
Unterm Strich zeigt Valve: Die Hardware-Offensive lebt. Zwar fehlen noch Preise und Termine, aber die Richtung ist klar. Offenes Ökosystem, VR-Innovationen und aufrüstbare Geräte könnten Steam im Wohnzimmer und im VR-Bereich deutlich stärker positionieren.


