Das Ende von New Start: Ein neuer Ansatz für nukleare Abrüstung?
Das kürzliche Auslaufen des letzten bedeutenden nuklearen Abrüstungsvertrags zwischen den USA und Russland stößt politische Debatten über die Zukunft der Rüstungskontrolle an. US-Außenminister Marco Rubio sieht keinen weiteren Sinn im bisherigen Abkommen New Start und fordert stattdessen eine umfassendere Neuverhandlung.
In einem Beitrag auf der Plattform X argumentiert Rubio für ein neues Abkommen, das neben Russland auch China als wachsenden Akteur auf dem Gebiet der Atomwaffen einbezieht. Dieser Ansatz findet auch Unterstützung bei US-Präsident Donald Trump, der die Einbindung Chinas als unerlässlich ansieht.
Der Kreml hingegen bedauert das Ende von New Start und zeigt Verständnis für Chinas bisherige Zurückhaltung. Peking betont, dass sein Atomarsenal weit hinter dem von Moskau und Washington zurückbleibt, was die chinesische Skepsis gegenüber künftigen Gesprächen erklären könnte.
Der ursprüngliche Vertrag New Start, der 2010 ins Leben gerufen wurde, diente als Grundlage für den Abbau strategischer Nuklearwaffen auf beiden Seiten und begrenzte die Zahl der Sprengköpfe sowie der Abschussvorrichtungen. Rubio kritisiert, dass China sein Arsenal seit Beginn des Abkommens rasant und ohne Transparenz vergrößert habe.
Er warnt, dass ein künftiges Abkommen ohne Chinas Einbeziehung die Sicherheit der USA gefährden könnte. Allerdings sieht Rubio kaum Chancen auf eine rasche Einigung.
Die komplexen Verhandlungen der Vergangenheit verdeutlichen, dass selbst bei einer Beteiligung von nur zwei Großmächten jahrelange Gespräche notwendig waren. Ein solches Unterfangen, das nun auch China einbezieht, erscheint noch herausfordernder.

