Städteinitiative: Aufnahme verletzter Kinder im diplomatischen Spannungsfeld
Die Bemühungen mehrerer deutscher Städte, verletzte Kinder aus dem Gazastreifen aufzunehmen, stoßen im Auswärtigen Amt auf Zurückhaltung. Staatsministerin Serap Güler (CDU) erklärte gegenüber dem "Kölner Stadt-Anzeiger", dass die angestrebte Initiative mehr eine nette Geste für Wahlkampfzwecke sei, als dass sie den betroffenen Menschen tatsächlich helfe. Vielmehr sei es von entscheidender Bedeutung, regionale Länder für die Aufnahme zu gewinnen – ein Bereich, in dem Deutschland bereits aktiv Unterstützung anbietet.
Die Ministerin betonte, dass direkte Hilfe in der Region der effizienteste Weg sei, um die Bedürfnisse der Betroffenen zu adressieren, anstatt sie in den politischen Diskurs zu verwickeln und ihnen die Strapazen einer langen Reise zuzumuten.
Trotz der Zurückhaltung der Bundesregierung haben Hannover, Düsseldorf und Bonn ihre Bereitschaft signalisiert, schutzbedürftige und traumatisierte Kinder aus der Krisenregion zu betreuen. Diese Initiative erfordert jedoch politische Unterstützung bei Einreiseverfahren und medizinischer Koordination, wobei sowohl das Bundesinnenministerium als auch das Kanzleramt bisher zögerlich reagiert haben. In einem Brief an Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) und Außenminister Johann Wadephul (CDU) ersuchten die führenden Bürgermeister von Leipzig und Kiel ebenfalls um Unterstützung.
Derya Türk-Nachbaur, Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Fraktion, unterstrich in der Sendung "Frühstart" von RTL/ntv die vorhandene Kompetenz Deutschlands, da bereits ukrainische Kinder erfolgreich aufgenommen wurden.

