Stabiles Inflationsniveau in NRW sorgt für differenzierte Preisentwicklungen
Die Inflationsrate in Nordrhein-Westfalen zeigt sich im Oktober konstant und verharrt bei 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, so das Landesstatistikamt IT.NRW. Diese Stabilität knüpft nahtlos an die September-Daten sowie die 2,0 Prozent im August an.
Innerhalb des Warenkorbs erlebten Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke eine Preissteigerung von 2,1 Prozent. Besonders auffällig war der kräftige Preissprung bei Bohnenkaffee, der um bemerkenswerte 23,1 Prozent anzog, während Speisefette und -öle mit einem Rückgang von 13 Prozent eine positive Ausnahme im kostspieligeren Umfeld bildeten.
Im Energiesektor entwickelten sich die Preise unterschiedlich: Während Heizölpreise um 8,1 Prozent fielen, stiegen die Strompreise im Oktober um 3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Darüber hinaus verzeichneten Übernachtungen mit 5,2 Prozent und Versicherungsdienstleistungen mit 5,5 Prozent ebenfalls deutliche Preissteigerungen.
Der Oktober markierte allerdings einen bemerkenswerten Anstieg der Verbraucherpreise um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vormonat, was den höchsten Zuwachs seit April 2025 darstellt. Die jüngsten Entwicklungen wirken wie ein Echo aus den vergangenen Jahren, in denen die Inflationsraten aufgrund geopolitischer Spannungen wie dem russischen Angriff auf die Ukraine und dessen Einfluss auf Energie- und Lebensmittelpreise, noch deutlich höher waren.

