Stabile Zeiten voraus? Deutsche Staatsanleihen verzeichnen Zugewinne
Die deutschen Staatsanleihen erlebten am Mittwoch einen leichten Aufschwung. Der Euro-Bund-Future, ein wegweisender Indikator, legte am Vormittag um 0,19 Prozent zu und erreichte 130,63 Punkte. Dies bedeutete eine Stabilisierung nach den jüngsten Kursverlusten. Im Zuge dessen sank die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen auf 2,64 Prozent.
Ein europaweiter Renditerückgang, besonders ausgeprägt in Großbritannien, folgte auf eine unerwartet gesunkene Inflation im Vereinigten Königreich gegen Ende des Vorjahres. Diese Entwicklung minderte die Sorgen um den anhaltenden Preisdruck des Landes. Am Geldmarkt erhöhte dies die Erwartungen auf weitere Zinssenkungen durch die Bank of England.
In Deutschland sorgte die Nachricht über die Schrumpfung der deutschen Wirtschaft im Jahr 2024 für Aufmerksamkeit. Wie Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank, betonte, steuert die hiesige Wirtschaft mit ihren dominierenden Branchen wie dem Automobil- und Maschinenbau sowie der Chemieindustrie hart durch die globale Wirtschaftslage.
Am Nachmittag stehen die mit Spannung erwarteten Inflationszahlen aus den USA im Fokus. Diese könnten wertvolle Hinweise auf die zukünftige Zinspolitik der US-Notenbank liefern. Zuletzt stieg der Preisauftrieb in den USA an, was Bedenken hinsichtlich der Teuerungsraten, vor allem bei Lebensmitteln, weckt. Der entsprechende Erzeugerpreisindex verzeichnete einen starken Anstieg, der in den kommenden Monaten auf der Verbraucherebene zu spürbaren Preisschüben führen könnte, warnt die Landesbank Helaba.

