Smart Home mit vernetzter Heizung - die Vorteile im Überblick

09. Januar 2019, 10:56 Uhr · Quelle: klamm.de
Smart Home mit vernetzter Heizung - die Vorteile im Überblick
@ USA-Reiseblogger (CC0-Lizenz) / pixabay.com

Mitdenkende Häuser, vernetzte Geräte und die Steuerung bequem von unterwegs - smarte Techniken sind im Kommen und mittlerweile überlegen viele Bauherren, ob sie nicht gleich ein Smart Home bauen. Andere Hausbesitzer rüsten ihr Heim kräftig nach und genießen den Luxus, dass das Licht angeht, sobald sie einen Raum betreten und dass die Musik quasi mit von Raum zu Raum wandert. Aber Smart Homes sind nicht einfach nur tolle Häuser für technikbegeisterte Menschen. Sie unterstützen die jeweiligen Bewohner auf diversen Bereichen und können sogar dazu beitragen, beim Energiesparen zu helfen. Wie das? Natürlich mit der passenden Steuerung für die Heizung. Dieser Artikel schaut sich die klugen Wärmespender einmal an.

Was ist eine Smart Home-Steuerung für die Heizung?

Eines vorab: Für diese Steuerung muss nicht das ganze Haus auf den Kopf gestellt oder ein Serverraum in der Speisekammer eingerichtet werden. Smart Home-Steuerungen für die Heizung können sogar in Mietwohnungen genutzt werden. Und dabei ist das Prinzip noch recht einfach und auch von Laien zu bewerkstelligen. Was natürlich noch nicht erklärt, was diese Steuerung überhaupt ist. Also, was versteckt sich dahinter? Ein Überblick:

  • Thermostat - anstelle des simplen Heizungsthermostats werden internetfähige Thermostate montiert. Die Installation ist ein Kinderspiel, die Auswahl des zum Bewohner passenden Thermostats hingegen nicht.
  • Nutzen - das Thermostat denkt mit. Dabei ist es mit dem Internet oder Smartphone verbunden, kann die Wetterdaten abfragen, erkennt, ob jemand zu Hause ist, und drehen die Heizung höher, wenn das Smartphone meldet, dass sich der Bewohner auf dem Weg nach Hause befindet.

Letztendlich ist die größte Hürde, ein passendes Thermostat zu finden. Denn die Geräte unterscheiden sich wie Tag und Nacht und nicht jeder ist mit jedem Modell zufrieden. Hierauf kommt es bei der Auswahl an:

  • Heizungsanlage - handelt es sich um ein Einfamilienhaus, haben die Bewohner natürlich einen Zugriff auf die direkte Heizungsanlage. Jetzt empfehlen sich Thermostate, die gleich den Heizkessel steuern. Wer in einer Mietwohnung oder im Mehrfamilienhaus wohnt, benötigt Stellantriebe, die die Heizung im Raum selbst regulieren.
  • Funkprotokolle - die Hersteller nutzen gerne ihre eigenen Funkprotokolle. Hier sollte auf die Verschlüsselung geschaut werden, wie auch darauf, dass im Haus ausreichend kompatible Geräte sind. Wer kein Problem damit hat, dass Google, Apple oder auch Amazon wissen, wie kuschelig es abends im Wohnzimmer sein soll, der achtet auf Thermostate, die mit Alexa und Co. kommunizieren können.

Wo liegen die Vorteile?

Viele Menschen halten die intelligenten Heizungen für technischen Schnickschnack, den niemand braucht. Das Argument lässt sich nicht wirklich von der Hand weisen, immerhin haben wir alle Jahrzehnte überlebt, obwohl wir uns selbst um die Heizung kümmern mussten. Auf der anderen Seite ging jedoch auch viel Heizenergie zum Fenster hinaus, die Heizung musste den ganzen Tag über brodeln, damit abends keine Eiszapfen von der Decke fielen. Nicht zu vergessen, dass das Badezimmer morgens eiskalt und das Duschen eine Zumutung war. Genau hier setzen die smarten Steuerungen an:

  • Energiesparend - die smarte Heizungssteuerung unterstützt beim Energiesparen. Die Heizkörper können gezielt gesteuert werden, ohne dass es kalt ist, wenn man abends nach Hause kommt.
  • Fenster auf? - viele Thermostate erkennen, ob das Fenster offen ist oder nicht. Wird gelüftet, registriert das Thermostat das und schaltet die Heizung automatisch ab. Wird also morgens das Badezimmerfenster vergessen, läuft die Heizung nicht den ganzen Tag auf Hochtouren. Eine Frostsicherung bleibt trotzdem bestehen.
  • Mitdenkend - was das Thermostat kann, wird beim Kauf entschieden. Es gibt Geräte, die sich zwar mit dem Internet verbinden, aber auch nur so weit, dass sie über ein bestimmtes Programm eingestellt werden können. Andere Thermostate können zudem über das Smartphone gesteuert werden - und verbinden sich mit ihm. Über die Standortdaten des Smartphones erkennen die Thermostate nun, wann sich der Bewohner auf dem Heimweg befindet und stellen die Heizungen höher. Andere können über Alexa und Co. gesteuert werden. Eingebunden in einem Smart Home, erkennen die Steuerungen mitunter, ob sich jemand in dem Raum aufhält.

Smart Home für Infrarotheizungen

Infrarotheizungen sind längst keine Neuheit mehr, doch lassen sie sich auch in einem Smart Home nutzen. Aber was ist das eigentlich?

  • Funktion - die Infrarotheizung sendet Infrarotstrahlen aus. Treffen die Strahlen auf Wände, Gegenstände oder Personen, wird Wärme abgegeben, die von den jeweiligen Körpern aufgenommen, gespeichert und wieder abgegeben wird. Bei der Infrarotheizung wird also nicht die Luft erwärmt, sondern das Objekt selbst. Weitere Infos dazu lassen sich auf der Webseite von Infrafrot Guide finden, die einen ausführlichen Ratgeber zur Verfügung stellt.
  • Vorteil 1 - bei der Infrarotheizung wird kein Staub aufgewirbelt, wodurch sie gerade für Allergiker ideal ist. Effizienz - in möblierten Räumen ist die Heizung sehr effizient. Allerdings muss die Heizung größentechnisch zum Raum passen, damit die Infrarotstrahlen auf Objekte treffen. Da eine andere Wärme als bei konventionellen Heizungen entsteht, kann häufig auf eine geringere Temperatur geheizt werden.
  • Vorteil 2 - Infrarotheizungen sind sehr kompakt, zudem kann sie in Spiegeln oder Bildern versteckt werden. Die Technik kann sogar in Glasplatten eingebaut werden, sodass die Heizkörper praktisch gar nicht sichtbar sind.
Wer die Infrarotheizung mit einer Smart Home-Steuerung kombinieren möchte, muss bereits beim Kauf auf kompatible Heizkörper achten. In diesem Fall besitzt der jeweilige Heizkörper ein internetfähiges Modul, über welches sie mit dem Internet verbunden ist. Jetzt kann jeder Heizkörper über Apps auf dem Smartphone entsprechend gesteuert werden. In diesem Fall unterscheidet sich auch die Infrarotheizung nicht von anderen Heizungsvarianten - einzig der WLAN-Zugang muss gegeben sein.

Fazit - eine Überlegung wert

Jetzt über den Sommer zu überlegen, ob nicht die Heizung in der Wohnung oder im Haus durch die Smart Home-Steuerung erweitert wird, ist eine gute Sache. Grundsätzlich unterstützt die Technologie beim Energiesparen, was sich wiederum auf die nächste Heizkostenabrechnung auswirkt. Wem das alles noch unheimlich ist, der kann ja im ersten Schritt die einfachste Variante der Steuerung verwenden: Funk-Thermostate mit USB-Zugang. Sie werden über ein Computerprogramm eingestellt und denken nur in dem Rahmen mit, der vorgegeben wurde.

Lifestyle / Haus & Garten / Smart Home
09.01.2019 · 10:56 Uhr
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