Sinkende Ölpreise trotz steigender US-Rohöllagerbestände
Die Märkte für Rohöl zeigten sich am Mittwoch mit fallenden Preisen, obwohl unerwarteterweise ein Anstieg der Rohöllagerbestände in den USA verzeichnet wurde. Die Nordseesorte Brent, ein internationaler Referenzwert für Ölpreise, wurde zuletzt mit 82,37 US-Dollar pro Barrel gehandelt – ein Rückgang um 50 Cent gegenüber dem Vortag. Die US-amerikanische Sorte West Texas Intermediate (WTI) verzeichnete ebenfalls einen Preisrückgang und landete bei 78,21 Dollar pro Fass, was einem Minus von 45 Cent entspricht.
Dieser Preisrückgang findet vor dem Hintergrund einer überraschenden Zunahme der amerikanischen Rohöllagerbestände statt. Laut offiziellen Angaben des Energieministeriums erhöhten sich die Bestände um 1,8 Millionen Barrel auf insgesamt 458,8 Millionen Barrel, während Analysten eigentlich einen Rückgang um 2,0 Millionen Barrel erwartet hatten. Dabei bleibt die Ölförderung in den USA auf einem durchgehend hohen Niveau.
Seit Beginn des Monats Mai bewegen sich die Ölpreise generell innerhalb einer verhältnismäßig begrenzten Preisspanne. Es fehlte an signifikanten Impulsen in den vergangenen Wochen, während sich die durch den Gaza-Konflikt verursachten Preiszuschläge wieder reduziert haben. Die Marktbeobachter richten nun ihre Aufmerksamkeit auf die bevorstehende Sitzung der Opec+, einem einflussreichen Erdölverbund. Die aktuelle Markterwartung geht davon aus, dass die Gruppe der über zwanzig Mitgliedsländer die bestehenden Förderbeschränkungen erneut verlängern wird, was wenig Spielraum für Überraschungen lässt. (eulerpool-AFX)

