Sicherheitsgipfel der Deutschen Bahn nach tödlichem Angriff auf Zugbegleiter lädt hochrangige Vertreter ein
Die Deutsche Bahn hat zu einem dringlichen Sicherheitsgipfel eingeladen, der am Freitag in ihrem Gebäude am Potsdamer Platz in Berlin stattfinden soll. Anlass der Zusammenkunft ist ein tragisches Ereignis in Rheinland-Pfalz, bei dem ein Zugbegleiter einem Angriff zum Opfer fiel.
Zu diesem wichtigen Treffen wurden die Bundesregierung, die Bundespolizei sowie verschiedene Vertreter der Bahnbranche, die Länder und Verantwortliche für den Regionalverkehr eingeladen. Auch die Gewerkschaften haben eine Einladung erhalten.
Besondere Aufmerksamkeit gilt der räumlichen Präsenz hochrangiger Politiker: Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) wird laut einem Sprecher des Ministeriums den Gesprächen beiwohnen. Auch das Bundesinnenministerium wird vertreten sein, wenngleich noch unklar ist, wer genau aus dem Ressort teilnehmen wird.
Der Anlass für den Sicherheitsgipfel ist ein erschütternder Vorfall, der bereits Wellen der Entrüstung nach sich zog. Bahnchefin Evelyn Palla hatte bereits in der letzten Woche auf die Notwendigkeit eines solchen Gipfels hingewiesen.
In einem Regionalexpress in Rheinland-Pfalz hatte ein 36-jähriger Bahnmitarbeiter bei einer Ticketkontrolle einen Angriff durch einen mann ohne gültiges Ticket erlitten. Der Angreifer, ein 26-jähriger griechischer Staatsbürger, wurde nach der schweren Tat festgenommen und befindet sich in Untersuchungshaft.
Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), vertreten durch ihren Chef Martin Burkert, forderte nach dem Angriff dringend finanzielle Mittel der Länder, um eine Doppelbesetzung in Regionalzügen zu gewährleisten. Diese Maßnahme soll sicherstellen, dass Zugpersonal in Zukunft nicht mehr allein Dienst tun muss.

