Selenskyj lehnt Moskau als Gipfeltreffpunkt ab: Einladung nach Kiew steht
Im jüngsten diplomatischen Schlagabtausch zwischen der Ukraine und Russland hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj jegliche Möglichkeit eines Treffens mit dem Kremlchef Wladimir Putin in Moskau kategorisch abgelehnt. In einem Interview mit dem US-Sender ABC News bekräftigte Selenskyj seine Position und bot stattdessen die ukrainische Hauptstadt Kiew als Veranstaltungsort für ein potenzielles Gipfeltreffen an. Selenskyj argumentierte, dass ein Besuch in Moskau für ihn unmöglich sei, während sein Land unter täglichem Beschuss steht.
Bereits seit längerer Zeit plädiert Selenskyj für ein persönliches Treffen mit Putin, um über einen Waffenstillstand im langanhaltenden Konflikt zwischen den beiden Nationen zu verhandeln. Berichten zufolge haben mindestens sieben Länder, darunter die Türkei und drei als neutral geltende Golfstaaten, ihre Bereitschaft signalisiert, als Austragungsort für eine solche Begegnung zu fungieren.
Der russische Präsident verkündete hingegen, dass Kiews Besuch in Moskau nur dann sinnvoll sei, wenn ein positiver Ausgang zu erwarten sei. Auf einem Wirtschaftsforum in Wladiwostok äußerte Putin erneut Zweifel an der Wirksamkeit solcher Gespräche und stellte die Legitimität von Selenskyj infrage. Diese Äußerungen verdeutlichen die weiterhin angespannte Lage zwischen den Ländern.
Selenskyj unterstrich seine Ablehnung in deutlichen Worten: Eine Einladung nach Moskau sei lediglich ein Vorwand, um Verhandlungen zu verhindern. Durch die Verweigerung Moskaus als Treffpunkt zeigt die ukrainische Führung einen klaren Standpunkt in der anhaltenden geopolitischen Krise.

