Schwerste Bitcoin-Woche seit FTX-Kollaps: Ist der Tiefpunkt erreicht?

Bitcoin verzeichnete in der Woche vom 5. Juni 2026 einen Rückgang von fast 20% und damit den größten wöchentlichen Kursverlust seit dem Zusammenbruch von FTX im November 2022. Damals markierte ein ähnlicher Rückgang den Tiefpunkt des Zyklus.
Vergleich mit FTX-Kollaps
In der ersten Juniwoche zeigte Bitcoin eine bemerkenswerte Kursentwicklung. Der Kurs eröffnete bei etwa $73.760, stieg kurzzeitig auf $74.092 und fiel dann auf ein Tief von rund $59.130, wie Daten von TradingView zeigen. Dies entspricht einem Rückgang von etwa 19,5% vom Wochenbeginn bis zum Tiefpunkt und 20,1% vom Höchst- zum Tiefststand. Damit erlebte Bitcoin den größten wöchentlichen Kursverlust seit dem FTX-Crash 2022, als der Preis um etwa 22% in einer Woche fiel.
Der aktuelle Rückgang erfolgt nach einem bereits erheblichen Wertverlust seit dem Allzeithoch von über $126.000 im Oktober 2025. Zum Zeitpunkt der Berichterstattung notiert Bitcoin bei $62.150, was einem Rückgang von etwa 50,7% gegenüber diesem Höchststand entspricht. Diese Ähnlichkeiten deuten darauf hin, dass der Markt möglicherweise in eine finale Bereinigungsphase eintritt, ähnlich wie nach dem FTX-Crash. Einige Analysten übersehen diesen Aspekt, da viele Prognosen weiterhin auf einen verlängerten Bärenmarkt hinweisen, der sich bis mindestens ins vierte Quartal 2026 erstrecken könnte.
Bitcoin in extremer Unterbewertung
Der Kryptoanalyst Darkfost stellte fest, dass Bitcoin nun unter die 4%-Quantile im Bitcoin Porkopolis Power Law Quantile Regression Modell gefallen ist. Der aktuelle Quantile-Wert liegt bei etwa 3,9%, was bedeutet, dass Bitcoin in einem Bereich handelt, der in weniger als 4% seiner historischen Preisbewegungen im Verhältnis zu seiner langfristigen Wachstumskurve aufgetreten ist.
Das Power Law Modell ist ein langfristiges Bewertungsmodell, das auch als Umkehrsignal genutzt werden kann. In der Vergangenheit gingen alle Fälle, in denen der Quantile-Oszillator dieses Niveau erreichte, bemerkenswerten mehrjährigen Erholungen voraus.
Bitcoin kann länger unterbewertet bleiben, als Händler erwarten, insbesondere wenn der Schwung schwach ist und es zu Zwangsverkäufen kommt. Dennoch zeigt die Metrik, dass Bitcoin nun viel näher an den unteren Regressionsbändern liegt als an den überhitzten oberen Bändern in früheren Zyklusspitzen.

