Schwankungen im Ölmarkt: Lagerbestände überraschen, Trump sorgt für Unsicherheiten
Die Ölpreise zeigten sich zur Wochenmitte wenig bewegt. So notierte der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent-Öl zur Lieferung im September zuletzt bei 70,11 US-Dollar, was einem minimalen Rückgang von 6 Cent im Vergleich zum Vortag entspricht. Im Gegensatz dazu verzeichnete der Preis für die US-Sorte WTI zur Lieferung im August einen leichten Anstieg um 2 Cent auf 68,35 Dollar.
Für Überraschung im Markt sorgten die jüngsten Zahlen des US-Energieministeriums zu den Rohöllagerbeständen. Entgegen den Erwartungen von Analysten, die von einem Rückgang um 1,7 Millionen Barrel ausgingen, stiegen die Bestände deutlich um 7,1 Millionen auf insgesamt 426,0 Millionen Barrel an. Bereits am Dienstag hatte das American Petroleum Institute (API) auf eine ähnliche Entwicklung hingewiesen.
Neben diesen Entwicklungen steht die US-Handelspolitik im Fokus der Märkte. Präsident Donald Trump hat die Einführung neuer US-Zölle, die ursprünglich für Mittwoch geplant waren, auf den 1. August verschoben. Trump betonte, dass keine weitere Verschiebung vorgesehen sei, was die Unsicherheit auf den Märkten verstärkt. Experten machen die Zollpolitik des Präsidenten für den Rückgang der Rohölpreise seit Jahresbeginn verantwortlich, da befürchtet wird, dass sie das globale Wirtschaftswachstum beeinträchtigen und somit auch die Nachfrage nach Rohöl senken könnte.

