Schaeffler überrascht mit gestärktem Free Cashflow und Kursgewinnen
Der Auto- und Industriezulieferer Schaeffler meldet nach einem unerwartet positiven dritten Quartal optimistische Prognosen für den freien Mittelzufluss des laufenden Jahres. Der SDax-Konzern aus Herzogenaurach rechnet nun mit einem Free Cashflow, vor Berücksichtigung von Unternehmenszukäufen und -verkäufen, zwischen 0 und 200 Millionen Euro. Diese Mitteilung sorgte am Dienstag für Erstaunen, da der Vorstandsvorsitzende Klaus Rosenfeld zuvor bestenfalls einen ausgeglichenen Mittelzufluss prognostiziert hatte, während pessimistischere Annahmen von einem Abfluss von bis zu 200 Millionen Euro ausgingen. Angesichts dieser Nachrichten stieg der Aktienkurs um über 4 Prozent und markierte damit das höchste Niveau seit April 2023.
Im abgelaufenen dritten Quartal konnte Schaeffler, basierend auf vorläufigen Daten, einen Zuwachs von 175 Millionen Euro erzielen, wohingegen im Vorjahr ein Abfluss von 364 Millionen Euro zu verzeichnen war. Dieser Erfolg wird auf eine verbesserte Profitabilität sowie ein striktes Working Capital Management zurückgeführt. Analysten hatten lediglich einen Zufluss von 110 Millionen Euro erwartet.
Das Unternehmen verzeichnete zudem ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 1,3 Prozent, während Experten im Vorfeld von einem Rückgang um ein halbes Prozent ausgegangen waren. Die bereinigte operative Gewinnmarge verbesserte sich um einen Prozentpunkt auf 4,5 Prozent und übertraf damit die Erwartungen. Trotz dieser positiven Überraschungen hält Schaeffler an seinen bisherigen Jahresprognosen fest, die ein deutliches währungsbereinigtes Umsatzwachstum und eine operative Marge zwischen 3 und 5 Prozent vorsehen.

