Schaeffler auf Wachstumskurs: Rüstung und Robotik als Zukunftstreiber
Die Aktien des Automobil- und Industriezulieferers Schaeffler erlebten zum Wochenstart einen beeindruckenden Aufschwung und erreichten einen Kurs von 7,96 Euro, ein Rekordhoch seit mehr als vier Jahren. Mit einem Zuwachs von 1,8 Prozent konnten sich die Papiere im SDax besonders hervorheben, während andere Rüstungsunternehmen wie Rheinmetall, Hensoldt und Renk von Gewinnmitnahmen gezeichnet waren. Diese Entwicklung spiegelt den neu entfachten Optimismus rund um die Zukunftsthemen des Unternehmens wider.
Im Mittelpunkt steht Schaefflers verstärkter Fokus auf das Rüstungsgeschäft, eine noch recht junge Geschichte für den Konzern. Schaeffler-Chef Klaus Rosenfeld betonte in einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" die zunehmende Relevanz des Rüstungssektors. Bis 2035 erwartet er, dass zehn Prozent des Umsatzes aus neuen Geschäftsfeldern stammen werden, und prognostiziert dabei einen Umsatz von bis zu 35 Milliarden Euro bis 2025. Die Pläne umfassen aber weit mehr als nur den Verteidigungsbereich.
Zusätzlich zur Rüstung setzt Schaeffler vermehrt auf den Robotik-Sektor und sieht dabei enormes Potenzial. Die Kooperation mit dem Drohnen-Startup Helsing veranschaulicht die Ambitionen des Unternehmens im Verteidigungsbereich. Auch die Partnerschaft mit Neura Robotics, verkündet Anfang November, unterstreicht diesen Trend. Schaeffler beabsichtigt, Schlüsselkomponenten für Roboter bereitzustellen und diese auch in der eigenen Fertigung zu integrieren.

