Sanofi unter Druck: Hauterkrankungs-Studie verunsichert Anleger
Sanofi steht nach jüngsten Studiendaten für ein neues Medikament gegen Atopische Dermatitis unter Druck. Die Aktien des Pharmagiganten erlitten am Donnerstag einen Einbruch und fielen im frühen Handel auf 77,68 Euro, womit die vorherige Erholung der Papiere seit dem Tiefpunkt im August fast zunichte gemacht wurde. Am Nachmittag lag der Kurs noch bei 79,16 Euro, was einem Rückgang von über acht Prozent entspricht.
Die Bekanntgabe, dass das Mittel Amlitelimab in einer Phase-III-Studie alle primären und wesentlichen sekundären Endpunkte erreicht hat, konnte nicht überzeugen. Richard Vosser, ein Pharmaexperte der Bank JPMorgan, äußerte sich kritisch zu den Ergebnissen. Seiner Analyse nach sei der therapeutische Vorteil geringer als zunächst angenommen und weniger auffallend im Vergleich zu Sanofis etabliertem Verkaufsschlager Dupixent.
Vosser betont, dass die vollständige Bewertung des kommerziellen Potenzials von Amlitelimab derzeit verfrüht sei und detailliertere Daten abgewartet werden sollten. Ein signifikanter Anteil der Teilnehmer in der Studie reagierte wenig bis gar nicht auf Standardbehandlungen, was die Wirksamkeit des Mittels negativ beeinflussen könnte. Dennoch bleibt die Möglichkeit bestehen, dass Amlitelimab aufgrund der patientenfreundlichen, quartalsweisen Verabreichung dennoch erfolgreich auf den Markt kommen könnte.

