Sanktionen gegen Huthi-Miliz im Jemen: USA und Großbritannien schützen den internationalen Handel
Die USA und Großbritannien haben Sanktionen gegen vier hochrangige Mitglieder der Huthi-Miliz im Jemen verhängt. Grund dafür sind die anhaltenden Terroranschläge der Huthi auf Handelsschiffe im Roten Meer und im Golf von Aden, die eine Bedrohung für internationale Lieferketten und die Freiheit der Schifffahrt darstellen. Das US-Finanzministerium in Washington betonte, dass sich die Vereinigten Staaten dem Schutz des internationalen Handels verpflichtet fühlen.
Unter den von den Sanktionen betroffenen Personen befindet sich der sogenannte Verteidigungsminister der Huthi sowie eine Person, die für die Ausführung der Angriffe auf Handelsschiffe verantwortlich gemacht wird. Die Huthi-Miliz kontrolliert weite Teile im Norden des Jemens, darunter auch die Hauptstadt Sanaa, und wird vom mehrheitlich schiitischen Iran unterstützt.
Die neuen Sanktionen führen zur Sperrung möglicher Vermögenswerte der Betroffenen in den USA. US-Bürger oder Personen, die sich in den Vereinigten Staaten befinden, dürfen keine Geschäfte mit den sanktionierten Firmen und Personen tätigen. Die Sanktionen erschweren die internationalen Geschäfte der Betroffenen deutlich. In Großbritannien werden ebenso mögliche Vermögenswerte eingefroren, zusätzlich werden den Betroffenen Waffengeschäfte untersagt und Einreiseverbote verhängt.
Die Huthi-Miliz hat seit Beginn des Gaza-Kriegs zwischen Israel und der Hamas mehrfach Frachtschiffe mit angeblicher israelischer Verbindung angegriffen. Aufgrund dieser Angriffe meiden große Reedereien zunehmend die Route über das Rote Meer, über die normalerweise etwa zehn Prozent des Welthandels abgewickelt werden.
Die USA hatten vergangene Woche angekündigt, die Huthi-Miliz auf die Liste weltweit agierender Terroristen zu setzen. Zudem haben die USA mit Unterstützung weiterer Verbündeter Stellungen der Miliz im Jemen angegriffen. Der britische Außenminister David Cameron warnte die Huthi-Miliz erneut vor weiteren Angriffen und betonte, dass sie die Freiheit der Schifffahrt schützen werden. Taten sollen den Worten folgen. (eulerpool-AFX)

