Sanierungsplan bei ZF: Ein harmonischer Neuanfang mit Herausforderungen
ZF, der renommierte Automobilzulieferer, strebt mit einem kürzlich vereinbarten Sanierungsplan einen zukunftssicheren Pfad an, der bei einer Betriebsversammlung auf positive Resonanz stieß. Nachdem Vorstand, Betriebsrat und IG Metall eine Einigung erzielt hatten, zeigte sich Betriebsrat Damhat Sisamci erleichtert, dass die befürchteten Stellenstreichungen in Saarbrücken abgemildert werden konnten. Die Aussicht auf 825 statt der ursprünglich geplanten 2.800 Stellenstreichungen wird durch Maßnahmen wie Altersteilzeit und das Auslaufen von Befristungen erreicht.
Während der konstruktiven Sitzung herrschte laut Patrick Selzer von der IG Metall Saarbrücken eine harmonische Atmosphäre, die den optimistischen Tenor weiter untermauerte. Der Sanierungsplan sieht Einsparungen von über 500 Millionen Euro bis 2027 vor, sowie eine Umstrukturierung der E-Division, bei der keine Abspaltung des Standorts erfolgen soll. Das Angebot von Abfindungen bis 250.000 Euro für freiwillige Austritte unterstreicht die Bereitschaft zur sozialen Abfederung.
Eine Verschiebung der Entgelterhöhung auf Oktober 2026 und der Wegfall bestimmter Zulagen spiegeln die kompromissbereite Haltung der Belegschaft wider. Doch das positive Feedback zur Rede von Personalvorständin Lea Corzilius unterstreicht den gemeinsamen Geist und die kollektive Anstrengung bei ZF. Trotz der spürbaren Aufbruchstimmung stehen dem Unternehmen noch Herausforderungen bevor, wie die anhaltenden Lieferprobleme bei Halbleitern und das geplante Aus des Verbrennungsmotors.
Die Aufforderung zur politischen Unterstützung hinsichtlich hybrider Antriebe und synthetischer Kraftstoffe nach 2035 begleitet den Wunsch, wirtschaftlich neue Impulse zu setzen. Die Bereitschaft, den Wandel zu gestalten und zugleich neue Geschäftsmöglichkeiten zu erschließen, ist förmlich greifbar und verleiht der Belegschaft Mut und Zuversicht.

