Russland weist Drohnenvorwürfe zurück: Ein geopolitisches Schachspiel?
Russland hat die Anschuldigungen, an den Drohnensichtungen in Deutschland beteiligt zu sein, entschieden zurückgewiesen. Kremlsprecher Dmitri Peskow äußerte deutliche Vorwürfe gegenüber europäischen Politikern, die eine Tendenz hätten, Russland ohne fundierte Begründung als Sündenbock darzustellen. Besonders der deutsche Kanzler Friedrich Merz sah sich in der Kritik, da er nach Vorfällen in München die Vermutung äußerte, dass ein Großteil der Drohnen möglicherweise aus Russland gesteuert werde und Präsident Putin Europa testen wolle. Präsident Wladimir Putin reagierte auf die Anschuldigungen mit der Vermutung, dass diese lediglich dazu dienen, die Verteidigungsausgaben Europas in die Höhe zu treiben.
Auf einem internationalen Forum wies er zudem die Idee zurück, dass Russland beabsichtige, ein Nato-Land anzugreifen. Parallel dazu warf Dmitri Medwedew, stellvertretender Vorsitzender des russischen nationalen Sicherheitsrats, Merz sowie Emmanuel Macron vor, Kriegsängste zu schüren. In einer energischen Wortwahl auf Telegram forderte Medwedew die Bevölkerung auf, gegen solche 'Missgestalten' vorzugehen. Er schlug vor, dass die Drohnen unterschiedlichste Ursprünge haben könnten, etwa Provokationen von ukrainischer Seite oder gar Rowdys.
Medwedew betonte, dass die Furcht vor 'russischen Drohnen' aus vielen Gründen entstanden sein könnte, doch das wahre Problem sei, wie die Europäer die Gefahr eines möglichen Krieges wahrnehmen. Der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine dauert bereits über dreieinhalb Jahre an und der Einsatz von Drohnen gewinnt an Bedeutung.

