Russland: Deutscher Verteidigungsminister warnt vor Angriff auf Nato-Land
Der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius hat vor einem möglichen Angriff Russlands auf ein Nato-Land gewarnt. Seine Mahnung zur zügigen europäischen Aufrüstung wird vom 'Wall Street Journal' als richtig, aber spät kommentiert.
Die Zeiten, in denen Deutschland 'von Freunden umgeben' sei, wie es ein Vorgänger von Pistorius ausdrückte, sind vorbei. Europa sieht sich mit zahlreichen neuen Bedrohungen konfrontiert und muss verstärkt für seine eigene Verteidigung sorgen. Aktuellen Daten zufolge erfüllen lediglich 11 von 30 Nato-Mitgliedern das Ziel, 2 Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts für Verteidigungszwecke auszugeben.
Europa verlässt sich immer noch darauf, dass die USA mit ihrer Führung, wirtschaftlichen Ressourcen und militärischen Stärke seine mangelhaften Entscheidungen überspielen können. Doch leider müssen wir unseren Freunden mitteilen, dass sie möglicherweise nicht mehr uneingeschränkt auf die Unterstützung von Washington zählen können. Die Biden-Regierung und ein chaotischer Kongress könnten in diesem Jahr Waffenlieferungen an die Ukraine vereiteln. Zudem ist die Verpflichtung von Donald Trump gegenüber der Nato keineswegs sicher, sollte er bei den nächsten Präsidentschaftswahlen erneut siegen.
Die Warnung des deutschen Verteidigungsministers vor einer potenziellen Bedrohung seitens Russlands unterstreicht die Notwendigkeit einer umgehenden Stärkung der europäischen Verteidigungsbemühungen. Die Tage der angenehmen Fiktion, dass der Kalte Krieg vorbei sei und Deutschland von Freunden umgeben sei, sind passé. (eulerpool-AFX)

