Ruhiger Wochenstart für den DAX: Geringe Bewegung erwartet

In die kürzere Handelswoche vor Weihnachten startet der deutsche Aktienmarkt voraussichtlich mit nur minimalen Veränderungen. Unterstützt durch positive Tendenzen vom Freitag, zeigt der X-Dax ein leichtes Plus von 0,1 Prozent und steht damit bei 24.309 Punkten. Auch für den EuroStoxx 50, den Leitindex der Eurozone, wird am Montag zunächst kaum Bewegung prognostiziert. Großinvestoren haben ihre Bücher für das Jahr 2025 bereits nahezu geschlossen, was insgesamt auf wenig Volatilität hindeutet. Dies gilt allerdings nicht zwangsläufig für Einzelwerte, wo niedrige Handelsvolumina insbesondere bei Nebenwerten durchaus auch größere Kurssprünge verursachen könnten.
Der DAX hatte zuletzt von der jüngsten Leitzinssenkung der USA sowie den dortigen Inflationszahlen profitiert und die wichtige 24.000-Punkte-Marke überschritten. In den USA untermauert der Rückgang der Inflation die Erwartung weiterer Leitzinssenkungen im Jahr 2026. Die Europäische Zentralbank (EZB) hält derweil ihren Leitzins konstant, was die positiven Konjunkturaussichten für das neue Jahr in der Eurozone unterstützt.
In geopolitischen Fragen gibt es nach Gesprächen in Miami zwischen dem US-Sondergesandten Steve Witkoff und einer russischen Delegation keine nennenswerten Fortschritte hinsichtlich eines Endes des Konflikts in der Ukraine, obwohl die Verhandlungen als konstruktiv beschrieben wurden. Auf dem deutschen Aktienparkett stehen zur Wochenmitte einige Umstellungen an: Der MDax wird durch Neuaufnahmen der Unternehmen Aumovio und TKMS vervollständigt, während Gerresheimer und Hellofresh in den SDax wechseln. Dieser Nebenwerteindex wird außerdem durch Ottobock, Tonies, Verbio und PSI Software ergänzt. Verlassen müssen den SDax hingegen LPKF, Stratec, Thyssenkrupp Nucera, Formycon, Procredit und Amadeus Fire. Im DAX selbst bleiben die Zusammensetzungen unverändert.
Besonders interessant sind die Aktien von Dürr. Der Spezialist für Fahrzeug-Lackieranlagen hat seine Prognose für den finanziellen Mittelzufluss im laufenden Jahr angehoben. Grund sind vorgezogene Kundenzahlungen und verschobene Dürr-Zahlungen ins Jahr 2026, was die Nettofinanzverschuldung niedriger ausfallen lässt als zunächst erwartet. Dementsprechend verzeichnete die im SDax notierte Aktie ein vorbörsliches Plus von 1,9 Prozent auf der Plattform Tradegate.

