Ruhige US-Börsen nach kräftigem Vortagesgewinn
Nach einem bemerkenswerten Anstieg der US-amerikanischen Börsen am Mittwoch haben die Aktienmärkte in den USA am Donnerstag zunächst eine Verschnaufpause eingelegt. Insbesondere die Aussicht auf eine abflachende Inflation und starke Zahlen im Bankensektor hatten zuvor für Euphorie gesorgt und den größten Tagesgewinn seit dem 6. November beschert.
Trotz schwächerer Einzelhandelsumsätze im Dezember und höherer Arbeitslosenzahlen zeigten sich Anleger unbeeindruckt. Das Handelsministerium meldete, dass die Einzelhandelsumsätze um lediglich 0,4 % gestiegen sind - ein Ergebnis, das aus Sicht von Analysten hinter den erwarteten 0,6 % zurückblieb. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stiegen um 14.000 auf 217.000, was über den Prognosen der Reuters-Analysten von 210.000 lag.
Am Donnerstagmorgen notierte der S&P 500 mit einem leichten Minus von 0,04 % bei 5.947,71 Punkten, der Dow Jones verlor 0,2 % auf 43.134,09 Punkte und der technologielastige Nasdaq sank um 0,03 % auf 19.505,46 Punkte. Die Rendite für zehnjährige Staatsanleihen stieg leicht auf 4,659 %.
Die Aktien der Banken zeigten sich trotz dieser Entwicklungen stabil, gestärkt durch erhobene Quartalsergebnisse von Branchengrößen wie Bank of America und Morgan Stanley. Diese Entwicklung setzte die positiven Berichte vom Vortag von JP Morgan, Goldman Sachs, Wells Fargo und Citigroup fort, was bei Analysten Zuversicht hinsichtlich der Anpassungsfähigkeit der Wirtschaft in einem Umfeld höherer Zinsen hervorruft.
Unterdessen steht Scott Bessent, der von Donald Trump für das Amt des Finanzministers nominiert wurde, im Mittelpunkt der politischen Aufmerksamkeit, da seine Anhörungen im Senat beginnen. Wichtige Diskussionsthemen werden Zölle, Steuerpolitik und Haushaltsdefizite sein.

