Rückzug von der Börse: Electronic Arts verhandelt über Privatisierung
Der Videospielhersteller Electronic Arts steht Berichten zufolge kurz davor, sich im Rahmen eines Deals im Wert von rund 50 Milliarden US-Dollar von der Börse zurückzuziehen. Eine Gruppe von Investoren, darunter die Private-Equity-Firma Silver Lake sowie der Public Investment Fund Saudi-Arabiens, plant offenbar, bereits in der kommenden Woche eine entsprechende Vereinbarung bekanntzugeben.
Die Nachricht führte zu einem Kursanstieg der EA-Aktien um mehr als 14 Prozent. Zudem hat Electronic Arts kürzlich den ersten Trailer zu "Battlefield 6" präsentiert und damit hohe Erwartungen im Markt geweckt. Das neue Spiel soll noch im laufenden Geschäftsjahr erscheinen und wird von Analysten als potenzieller Verkaufsschlager eingeschätzt.
Zugleich hat das Unternehmen mit wirtschaftlichen Herausforderungen zu kämpfen. So liegen die Schätzungen für die Nettoumsätze im zweiten Quartal unter den Erwartungen der Wall Street, da die Verbraucher in unsicheren Zeiten zurückhaltend bei der Ausgaben für den beliebten Sportspiele-Katalog von EA sind.
Ursprünglich hatte das Wall Street Journal die Gespräche über einen möglichen Rückzug von der Börse publik gemacht. Auf Nachfrage von Reuters äußerten sich weder Electronic Arts, Silver Lake noch der Public Investment Fund zu den laufenden Verhandlungen.

