Rückgang irregulärer EU-Grenzübertritte: Frontex meldet tiefste Zahlen seit 2021
Die Europäische Union verzeichnete 2025 einen bemerkenswerten Rückgang irregulärer Grenzübertritte, der laut der in Warschau ansässigen EU-Grenzschutzbehörde Frontex mehr als ein Viertel unter dem Vorjahreswert lag. Insgesamt wurden knapp 178.000 Versuche registriert – der niedrigste Stand seit 2021. Frontex-Direktor Hans Leijtens lobte die enge Zusammenarbeit mit Regierungen innerhalb und außerhalb der EU, warnte jedoch vor anhaltenden Risiken an den EU-Außengrenzen.
Ein besonders starker Rückgang wurde auf der westafrikanischen Route (-63 Prozent) sowie auf der Westbalkanroute (-42 Prozent) und an den östlichen EU-Landgrenzen zu Belarus (-37 Prozent) verzeichnet. Frontex führt diesen Rückgang auf verbesserte Sicherheitsmaßnahmen und die Kooperation mit Bosnien-Herzegowina zurück. Der zentrale Mittelmeerraum bleibt die Hauptmigrationsroute in die EU, wobei die Zahlen beim Übergang von Libyen nach Italien mit 66.328 Versuchen nahezu unverändert blieben.
Im Gegensatz dazu zeigt die Route über das östliche Mittelmeer ein gemischtes Bild: Während ein Rückgang um 27 Prozent zu verzeichnen war, stiegen die Versuche vom Osten Libyens zur griechischen Insel Kreta signifikant. Diese Entwicklungen verdeutlichen die dynamische Natur der Migrationsbewegungen. Ein Anstieg der Grenzübertritte wurde auf der westlichen Mittelmeerroute, insbesondere von Algerien nach Spanien, mit einem Plus von 14 Prozent registriert. Auf der anderen Seite ging die Zahl der Versuche, die über den Ärmelkanal nach Großbritannien unternommen wurden, um 3 Prozent zurück.

