Reza Pahlavi: Rückkehr nach Iran ohne Machtanspruch
Reza Pahlavi, der Sohn des 1979 gestürzten letzten Schahs von Persien, zeigt sich entschlossen, die Zukunft seines Heimatlandes Iran mitzugestalten. In einem bemerkenswert offenen Interview in den ARD-'Tagesthemen' betonte Pahlavi, dass er keinen politischen Machtanspruch erhebe, sondern seine Rolle als Agent des Wandels verstehe. Sein Ziel sei es, dem iranischen Volk zu dienen und seine Landsleute auf ihrem Weg zu unterstützen.
Der im Exil lebende Pahlavi, dessen Familie seit Jahrzehnten in den USA ansässig ist, erlebte die jüngsten Massenproteste aus der Ferne und erkannte darin eine Bestätigung seiner Führungsrolle innerhalb der zersplitterten oppositionellen Kräfte im Iran. Laut Pahlavi wurde dessen Name von Millionen Iranern auf den Straßen gerufen und an Wände geschrieben – eine deutliche Aufforderung zur Rückkehr und Führung.
Die politische Opposition im Iran ist aufgrund des Fehlens einer anerkannten organisierten Kraft zerklüftet, wodurch viele Kritiker international um Unterstützung bitten. Bei den Demonstrationen wurde wiederholt der Ruf 'Lang lebe der König' vernommen – ein Zeichen für Pahlavis Popularität, auch wenn sein tatsächlicher Einfluss im Land weiterhin umstritten bleibt. Während ihn einige als Hoffnungsträger sehen, wird er von anderen für seine politische Unklarheit kritisiert.
Pahlavi erläuterte seine Entschlossenheit, trotz der ungewissen Umstände schnellstmöglich nach Iran zurückzukehren. Er äußerte Verständnis für die Entschlossenheit des iranischen Volkes, ein autoritäres System zu überwinden. Nach seiner Einschätzung hat die Bewegung längst die Schwelle vom Protest zur Revolution überschritten, angetrieben von der Hoffnung auf internationale Unterstützung.

