Resident Evil könnte Fan-Wünsche erfüllen: Capcom denkt über Japan-Setting nach
Resident Evil hat Spieler schon an viele unheimliche Orte geführt. Verlassene Herrenhäuser, verseuchte Städte, abgelegene Dörfer, düstere Inseln und Forschungseinrichtungen gehören längst zur DNA der Reihe. Doch ein Setting hat Capcom bisher auffällig ausgelassen: Japan.
Genau darüber spricht nun Masato Kumazawa, Produzent von Resident Evil Requiem. In einem Interview mit der früheren japanischen Nachrichtensprecherin Risa Unai wurde er gefragt, ob ein zukünftiger Teil der Reihe in Japan spielen könnte (via Automaton-Media.com die sich auf Futaman Japan beziehen). Seine Antwort klingt nicht wie eine Ankündigung, aber sehr wohl wie ein spannender Blick in Capcoms Gedankenwelt.
Kumazawa sagte sinngemäß, dass ein Japan-Setting wohl etwas sei, worüber jeder japanische Resident-Evil-Fan schon einmal nachgedacht habe. Auch er selbst habe darüber nachgedacht. Da das Entwicklerteam hauptsächlich in Japan sitze, habe sich vermutlich jedes Teammitglied diese Frage schon gestellt.
Warum ein Japan-Setting so stark wäre
Resident Evil lebt nicht nur von Monstern. Die Reihe lebt von Orten. Das Spencer-Anwesen, Raccoon City oder das Dorf aus Resident Evil Village funktionieren so gut, weil sie sofort eine Stimmung erzeugen. Ein japanisches Setting könnte Capcom völlig neue Horror-Bilder liefern. Verlassene Bergdörfer, enge Gassen, alte Schreine, moderne Städte, abgelegene Inseln oder unterirdische Forschungslabore würden perfekt zu Resident Evil passen.

Horror lebt nicht nur am Dorf, sondern könnte auch in einer verlassenden japanischen Großstadt stattfinden. -Bild: Capcom
Japanischer Horror arbeitet oft stärker mit Stille, Blicken, Schuld und unangenehmer Atmosphäre. Genau das könnte die Reihe frisch wirken lassen, ohne ihre Identität zu verlieren. Kumazawa betont aber auch, dass Capcom die Kernelemente von Resident Evil nicht aufgeben wolle. Figuren, Ereignisse und das, was die Reihe ausmacht, sollen erhalten bleiben. Gleichzeitig wolle man neue Herausforderungen annehmen, weil Spieler sonst irgendwann müde werden, wenn immer wieder dieselbe Art Spiel erscheint.
Resident Evil Requiem ist kein Abschluss
Spannend ist auch, was Kumazawa über die Zukunft der Reihe sagt. Obwohl Resident Evil Requiem zum 30. Jubiläum erschien und der Titel sehr endgültig klingt, soll das Spiel nicht als großer Abschluss verstanden werden. Laut den Entwicklern gebe es weiterhin viele Dinge, die man erkunden wolle, darunter Geschichten von Figuren, die in diesem Spiel nicht vorkommen.
Auch bei der Zeitlinie bleibt Capcom flexibel. Kumazawa erklärt, dass es keine strengen Regeln gebe, wie Charaktere altern oder wann ein Spiel genau angesiedelt sein müsse. Die Timeline richte sich danach, welche Figuren und welche Geschichte das jeweilige Spiel erzählen wolle.
Wichtig: Capcom bestätigt kein Resident Evil in Japan. Aber Requiem-Produzent Masato Kumazawa macht klar, dass diese Idee im Entwicklerteam offenbar schon lange im Raum steht. Nach Resident Evil Requiem könnte die Reihe also weiterhin neue Wege gehen. Und Japan als Setting würde wohl nicht nur Japaner reizen, sondern auch uns.


