PS5 verkauft sich stark, aber Sonys First-Party-Games schwächeln seit Jahren
Die PlayStation 5 (PS5) ist für Sony weiterhin ein riesiges Geschäft. Die Konsole verkauft sich stark, PlayStation erzielt hohe Umsätze, und durch PlayStation Plus sowie Drittanbieter-Spiele fließt regelmäßig Geld. Doch unter der Oberfläche zeigt sich ein Problem, das viele Fans schon länger spüren: Sonys eigene Spiele erscheinen seltener und verkaufen sich nicht mehr so konstant wie früher.
Laut einer Auswertung von Game File gingen die Verkäufe von PlayStation-First-Party-Spielen fünf Jahre in Folge zurück. Erst 2025 gab es wieder einen kleinen Aufschwung, vor allem dank Ghost of Yōtei. Besonders auffällig: 2024 verkaufte Sony laut den ausgewerteten Finanzdaten weniger als halb so viele eigene Spiele wie 2020. Damals erschienen unter anderem The Last of Us Part 2, Ghost of Tsushima, Marvel’s Spider-Man: Miles Morales und Demon’s Souls zum PS5-Start.
Warum 2020 für PlayStation so stark war
2020 war für Sony ein Ausnahmejahr. Die PS5 kam auf den Markt, viele Menschen spielten wegen der Pandemie mehr zu Hause, und PlayStation hatte gleich mehrere große Exklusivtitel im Rennen. The Last of Us Part 2 und Ghost of Tsushima gehörten zu den wichtigsten PS4-Spielen der späten Generation. Dazu kamen zum PS5-Start Titel wie Spider-Man: Miles Morales und Demon’s Souls.
Seitdem wurde der Abstand zwischen großen First-Party-Veröffentlichungen spürbar größer. Genau das sieht man nun in den Zahlen. Die Studios brauchen mehr Zeit, Budgets steigen, und moderne Blockbuster entstehen nicht mehr im alten Rhythmus. Für PlayStation-Fans fühlt sich das nach längeren Pausen an. Für Sony bedeutet es weniger eigene Spieleverkäufe pro Jahr.

Marvel’s Spider-Man 2 – Miles Morales war ein starker Beginn der PS5-Ära. Seit 2020 gab es immer weniger First-Party-Games von Sony. – Bild: (C) Marvel, Insomniac Games
Naughty Dog fehlt der PS5-Generation noch immer
Besonders auffällig ist Naughty Dog. Das Studio hat in dieser Konsolengeneration noch kein komplett neues Spiel veröffentlicht. Intergalactic: The Heretic Prophet wurde angekündigt, hat aber noch keinen Release-Termin. Und so schnell wird der auch nicht kommen. Auch Haven Studios hat mit Fairgames weiterhin keinen festen Termin. Media Molecule veröffentlichte seit 2020 ebenfalls kein neues Spiel mehr. Sonys Studio-Zukäufe haben bisher nicht automatisch zu mehr Hits geführt.
Dazu kommt Sonys schwieriger Live-Service-Kurs. Mehrere Projekte wurden eingestellt, Studios geschlossen oder umgebaut. Concord wurde zum Negativbeispiel. Genau deshalb wirken die rückläufigen First-Party-Zahlen nicht wie ein einzelner Ausrutscher. Sie zeigen eine strukturelle Herausforderung.
PlayStation verdient trotzdem enorm viel Geld
Wichtig ist aber: Sony steckt nicht in einer PlayStation-Krise. Die PlayStation ist trotz sinkender First-Party-Verkäufe eine umsatzstarke Konsolengeneration. Der große Teil des Geldes kommt nicht nur aus eigenen Spielen, sondern auch aus Abos, digitalen Verkäufen und Sonys Anteil an Drittanbieter-Spielen auf der Plattform. Die PS5 liegt zudem trotz höherem Preis nicht weit hinter der PS4.
Fans hoffen, dass Sony heute bei der State of Play am 02. Juni 2026 wieder mehr Vertrauen in die First-Party-Zukunft schafft. Bestätigt ist ein neuer Blick auf Marvel’s Wolverine. Die Show soll außerdem weitere kommende PS5-Spiele zeigen.



