Renk-Aktien unter Druck: Analystengespräch sorgt für Unruhe
Die Aktien von Renk, die in diesem Jahr bisher einen bemerkenswerten Aufwärtstrend gezeigt hatten, erlebten am Donnerstag einen Rückschlag im Rüstungsbereich. Expertenmeinungen zufolge war das Unternehmen im Gespräch mit Analysten hinsichtlich der bevorstehenden Zahlen für das dritte Quartal wenig überzeugend. Der positive Handelsstart der Renk-Titel wurde im Verlauf des Tages von einem Kursverlust von 3,4 Prozent überschattet.
Im Gegensatz dazu konnten andere Rüstungswerte wie Rheinmetall Kursgewinne verzeichnen und stiegen am Nachmittag um 1,3 Prozent. Hensoldt, der im MDax wie Renk notiert ist, hielt sich knapp über dem Niveau des Vortages. Analyst Jens-Peter Rieck vom Analysehaus MWB wies darauf hin, dass Renk derzeit angesichts einer neuen Produktionsstruktur einem kurzfristigen Margendruck ausgesetzt ist, was die solide Auftragsdynamik belastet. Solche übergangsbedingten Störungen beeinträchtigen temporär die Profitabilität.
Auf Basis dieser Entwicklungen reduzierte Rieck seine Schätzungen und setzte das Kursziel für Renk-Aktien auf 58 Euro herab – unterhalb des aktuellen Kursniveaus. Dennoch betonte er, dass die anstehenden Kapitalmarkttage von Renk und Rheinmetall für Investoren von größerer Bedeutung seien als die aktuellen Quartalszahlen.
Noch vor wenigen Tagen hatte Renk innerhalb der Dax-Familie den Titel als beste Wertanlage inne, wurde jedoch kürzlich von Friedrich Vorwerk aus dem SDax überflügelt. Anfang Oktober hatte sich der Kurs von Renk nahezu verfünffacht, bevor eine Korrekturphase einsetzte, die nach einer kurzen Stabilisierung nun wieder anhält. Das bisherige Jahresplus ist dadurch auf 254 Prozent geschrumpft.

