Rekordsommer in Großbritannien: Klima sorgt für wachsende Herausforderungen
Großbritannien verzeichnete in diesem Jahr den heißesten Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnungen vor fast anderthalb Jahrhunderten. Wie der nationale Wetterdienst Met Office bekanntgab, betrug die Durchschnittstemperatur von Juni bis August 16,10 Grad Celsius, was 1,51 Grad über dem langjährigen meteorologischen Schnitt liegt. Der bisherige Höchstwert von 15,76 Grad wurde im Jahr 2018 gemessen. Der erste dokumentierte Wert stammt aus dem Jahr 1884.
Emily Carlisle, Wissenschaftlerin beim Met Office, führt die außergewöhnliche Wärme auf eine Kombination mehrerer Faktoren zurück. Besonders hervorzuheben sind dabei die Dominanz von Hochdruckgebieten, ungewöhnlich hohe Meerestemperaturen rund um das Vereinigte Königreich sowie trockene Böden im Frühling. Diese Bedingungen schufen ein Umfeld, das eine rasche und anhaltende Erwärmung begünstigte.
Nach Angaben des Wetterdienstes ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Sommer so heiß oder gar heißer als im Jahr 2025 ausfallen könnte, mittlerweile 70-fach höher als in einem hypothetischen „natürlichen Klima“ ohne menschengemachte Treibhausgasemissionen. Die Weltwetterorganisation (WMO) berichtet, dass sich die globale Temperatur seit der vorindustriellen Zeit um etwa 1,2 Grad erhöht hat, wobei das Jahr 2023 bereits 1,45 Grad über diesen Werten lag. Laut der US-Klimabehörde NOAA stellen die letzten zehn Jahre die wärmsten Dekade der zurückliegenden 174 Jahre dar.

