Reaktivierung der EH-55 Förderung: Ein Erfolgsmodell für den nachhaltigen Wohnbau
Die jüngst wiederbelebte Förderung für Neubauten mit dem Energiestandard EH 55 stößt auf großes Interesse. Nach Angaben der Bundesregierung sind binnen der ersten drei Tage bereits erhebliche Mittel aus dem zur Verfügung stehenden Fördertopf verteilt worden. Wie Bauministerin Verena Hubertz der Deutschen Presse-Agentur mitteilte, wurde bereits jeder siebte Euro verplant. Erfreuliche 11.600 Wohneinheiten, bestehend aus Einfamilienhäusern und Wohnungen, profitieren von der Förderung. Mit staatlich subventionierten Krediten in Höhe von rund 1,1 Milliarden Euro soll gewährleistet werden, dass aus fertigen Bauplänen tatsächlich Wohnraum entsteht, wie es die SPD-Politikerin beschreibt. Die Förderung, die seit dem 16. Dezember wieder läuft, zielt darauf ab, bereits geplante Bauvorhaben zu realisieren.
Insgesamt stellt die Bundesregierung 800 Millionen Euro bereit, um den Neubau und Erstkauf von Gebäuden zu fördern, die die Energiestandards eines Effizienzhauses 55 erfüllen. Dazu gehört auch die Verpflichtung zur Nutzung erneuerbarer Energien zum Heizen, während der Einsatz von Gas- und Ölheizungen ausgeschlossen ist. Diese Maßnahme stellt eine Wende dar, nachdem die EH-55-Förderung 2022 eingestellt wurde, um den Fokus auf den strengeren Standard EH 40 zu legen.
Zahlreiche Investoren hatten damals ihre Projekte pausiert. Nun bietet die reaktivierte Förderung die Möglichkeit, besagten Vorhaben neues Leben einzuhauchen und den nachhaltigen Wohnungsbau voranzutreiben.

