Protestmöglichkeiten bei Weltklimakonferenz nehmen ab, beklagen deutsche Aktivisten
Die Weltklimakonferenz wird immer mehr zur Herausforderung für Aktivisten, die ihr Anliegen deutlich machen wollen. Diesen Eindruck vermittelt Luisa Neubauer, eine führende Vertreterin der deutschen Gruppe von Fridays for Future (FFF), die derzeit vor Ort in Dubai ist. Neubauer beklagt, dass es zunehmend schwieriger wird, Proteste zu organisieren und durchzuführen.
Die Aktivisten von FFF geben an, dass Protestaktionen mittlerweile auf dem Konferenzgelände an weniger Orten stattfinden und zeitlich eingeschränkt sind. Zudem müssen diese bereits am Morgen angemeldet werden, was es erschwert, auf aktuelle Entwicklungen einzugehen. Große Demonstrationen wie vor zwei Jahren in Glasgow, die im Rahmen der Klimakonferenz stattfanden, sind heute nicht mehr zu beobachten.
Die Präsidentschaft der Vereinigten Arabischen Emirate hatte angekündigt, die "inklusivste" Weltklimakonferenz aller Zeiten zu sein. Doch diese Behauptung wird von Luisa Neubauer und anderen Aktivisten in Dubai angezweifelt. Ihrer Meinung nach werden die Möglichkeiten für Protest und Beteiligung eher eingeschränkt.
Trotz der erschwerten Bedingungen beteuert Neubauer, dass FFF weiterhin für den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen kämpfen werde. Es gehe darum, sowohl Verluste zu vermeiden als auch enorm viel zu gewinnen.
Es ist zu erwähnen, dass sich die deutsche Gruppe von Fridays for Future International nicht an einer größeren Demonstration beteiligte. Der Grund dafür waren die harten Anschuldigungen gegenüber dem israelischen Staat sowie die Fokussierung auf den Krieg im Gazastreifen, welche von der internationalen Organisation erhoben wurden. In Dubai zeigten die internationalen Fridays-for-Future-Aktivisten jedoch ein Banner mit der Aufschrift "Ceasefire Now" (deutsch: "Waffenstillstand jetzt"). (eulerpool-AFX)

