Proteste im Iran: Eskalation führt zu Todesfällen
Im Iran eskalieren die Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Regierung zunehmend. Die Menschenrechtsorganisation Hengaw, mit Sitz in Norwegen, bestätigt bereits den Tod von zehn Personen im Zuge der Proteste. Diese Bewegung, die von einem drastischen Einbruch der Devisenkurse ausgelöst wurde, begann am vergangenen Sonntag mit Händlerprotesten in Teheran.
Während zunächst primär die Hauptstadt betroffen war, weiten sich die Demonstrationen rasant auf weitere Regionen des Landes aus. Der Widerstand zieht zudem zunehmend unterschiedliche Bevölkerungsschichten an. Am Donnerstag kam es insbesondere im Westen zu heftigen Zusammenstößen zwischen der Bevölkerung und den Einsatzkräften.
Den Aktivisten seien bislang rund 80 Festnahmen bekannt. Hengaw profitiert dabei von einem dichten Informationsnetzwerk innerhalb des Irans, das es der Organisation ermöglicht, einen genauen Überblick zu behalten.

