Proteste gegen Trump: Waymo schränkt Robotaxi-Dienste ein
Infolge der geplanten landesweiten „No Kings“-Proteste gegen die Politik von Präsident Donald Trump hat das zu Alphabet gehörende Robotaxi-Unternehmen Waymo Einschränkungen im Service angekündigt. Ein Unternehmenssprecher bestätigte gegenüber Wired, dass die Dienstleistungen in San Francisco, Austin, Atlanta und Phoenix betroffen sind, während der Betrieb in Los Angeles vollständig eingestellt wurde. Über die Dauer dieser Maßnahmen blieb man schweigsam.
Hintergrund der nun verstärkten Vorsichtsmaßnahmen sind Vorfälle aus dem vergangenen Wochenende in Los Angeles, wo bei Protesten gegen die Einwanderungspolitik der Trump-Administration fünf Waymo-Fahrzeuge in Brand gesetzt und mit Anti-Einwanderungsbotschaften besprüht wurden. Aus Sicherheitsbedenken hatte Waymo daraufhin den Dienst im Stadtzentrum von Los Angeles gestoppt.
Ungeklärt bleibt, warum die Demonstranten die Fahrzeuge ins Visier nahmen. Möglicherweise werden die autonom fahrenden Taxis als potenzielles Überwachungsinstrument betrachtet, da Polizeibehörden in der Vergangenheit bereits Videoaufnahmen aus den Robotaxis angefordert haben, um Straftaten aufzuklären.
Waymo steht solchen Anfragen jedoch kritisch gegenüber und lehnt solche ab, die als unverhältnismäßig oder rechtlich unbegründet erscheinen. Der Feuerwehreinsatz in San Francisco bleibt zurückhaltend. Laut einem Bericht des San Francisco Chronicle erklärte der Feuerwehrchef der Stadt, dass im Falle von zivilem Unruhen kein Versuch unternommen werde, Brände zu löschen, es sei denn, das Feuer bedroht unmittelbar ein Gebäude.

