Preisrutsch bei Edelmetallen: Gold und Silber unter Druck
Nach einer imposanten Aufwärtsbewegung musste der Goldpreis Anfang dieser Woche einen Rückschlag hinnehmen. Der Preis für eine Feinunze, was rund 31,1 Gramm entspricht, fiel auf 4.168 US-Dollar. In den vorangegangenen sechs Handelstagen hatten die Preise neue Höchstwerte erreicht, zuletzt am Montag mit 4.357 Dollar.
Die Analysten von Activtrades sehen die Ursachen für den jüngsten Preisrückgang in optimistischen Signalen aus den USA. Präsident Donald Trump äußerte Zuversicht, beim bevorstehenden Treffen mit Chinas Präsident Xi Jinping in Südkorea zu einer Einigung im Handelsstreit zu gelangen. Ein stärkerer US-Dollar übte zusätzlichen Druck auf den Goldpreis aus, da dieser Rohstoff in der amerikanischen Währung gehandelt wird und somit für andere Währungsräume teurer wird. Trotz des Rückgangs erwarten Experten keine grundlegende Trendumkehr; sie halten an ihrer zuversichtlichen Prognose fest, dass Rücksetzer weiterhin als Kaufgelegenheiten wahrgenommen werden.
Der Goldpreis hat in diesem Jahr von mehreren Faktoren profitiert, darunter geopolitische Spannungen und internationale Handelskonflikte. Seit Jahresbeginn verzeichnete Gold einen beeindruckenden Preisanstieg um über 60 Prozent, wie Commerzbank-Analystin Barbara Lambrecht betont. Für sie könnte dies der stärkste Jahresanstieg seit 1979 werden. Auch die Nachfrage aus Indien, angefacht durch dortige religiöse Feiertage, hat den Preis unterstützt.
Das Edelmetall Silber blieb ebenfalls nicht verschont und verzeichnete einen Rückgang. Der Preis pro Feinunze fiel auf 49,33 Dollar, nachdem er in der Vorwoche noch bei einem Höchststand von 54,48 Dollar gelegen hatte.

