Positive Signale an den US-Börsen dank möglicher Zoll-Einigung
Die Aussicht auf eine mögliche Einigung im Zollstreit zwischen den USA und der Europäischen Union hat die Aktienmärkte in den USA am Mittwoch beflügelt. Laut einem Bericht der 'Financial Times' nähern sich die Verhandlungsparteien einer Vereinbarung über einen Zolltarif von 15 Prozent an. Zusätzlich wurde der Markt durch ein kürzlich behandeltes Zoll-Abkommen zwischen den USA und Japan unterstützt.
Der Dow Jones Industrial Average setzte im Handelsverlauf seine Anfangsgewinne fort und überschritt kurz vor Handelsschluss erstmals seit Ende Januar die 45.000-Punkte-Marke. Er schloss mit einem Anstieg von 1,14 Prozent bei 45.010,29 Punkten. Der S&P 500 erreichte ein Rekordhoch und stieg um 0,78 Prozent auf 6.358,91 Punkte. Der Nasdaq 100, der zunächst schwächelte, erholte sich und schloss mit einem Plus von 0,43 Prozent bei 23.162,41 Punkten.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) äußerte die Möglichkeit eines bevorstehenden Durchbruchs. In Berlin, wo er sich mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron traf, erklärte er, dass man die 'aktuelle Handelspolitik' diskutieren werde und möglicherweise Entscheidungen in Kürze fallen könnten.
Ein negativer Ausblick von Texas Instruments führte zu einem Kursrückgang von über 13 Prozent bei deren Aktien. Hingegen profitierte GE Vernova von einem starken zweiten Quartal, woraufhin die Aktien um fast 15 Prozent zulegten. Die Quartalszahlen von AT&T übertrafen die Erwartungen leicht, sodass die Aktien um 1,2 Prozent stiegen.
Im Sektor der sogenannten Meme-Aktien, die aufgrund intensiver Käufe von Kleinanlegern oft hohe kurzfristige Schwankungen verzeichnen, erlebte GoPro einen turbulenten Tag. Die Aktien des Action-Kamera-Herstellers schossen zunächst über 50 Prozent in die Höhe, schlossen aber letztlich mit einem soliden Plus von gut 12 Prozent.

