Polen beantragt UN-Sicherheitsratssitzung nach Drohneneindringen
In einer beispiellosen Aktion hat Polen eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates angesichts des Eindringens russischer Drohnen in seinen Luftraum beantragt. Diese Entscheidung, die vom polnischen Außenministerium über das Portal X bekannt gegeben wurde, unterstreicht die Ernsthaftigkeit der Situation, die sowohl Polen als auch seine europäischen und transatlantischen Bündnispartner aufhorchen lässt.
Außenminister Radoslaw Sikorski betonte in einem Radiointerview, dass es sich um einen 'beispiellosen Angriff' handele, der die internationale Gemeinschaft alarmieren sollte. Polen sei nicht nur Mitglied der Vereinten Nationen, sondern auch der Europäischen Union und der Nato, und daher sei die weltweite Aufmerksamkeit auf diese Provokation zwingend erforderlich.
Die Vorfälle ereigneten sich während eines russischen Luftangriffs auf die Ukraine in der Nacht zum Mittwoch, bei dem eine Vielzahl von Drohnen den polnischen Luftraum verletzten. Der Zeitpunkt für das geplante Treffen wurde für Freitag um 21.00 Uhr MESZ festgelegt, wie aus Diplomatenkreisen in New York zu vernehmen war.
Die polnische Luftwaffe konnte zusammen mit Nato-Verbündeten vor Ort einige russische Drohnen abfangen und damit erstmals auf diesem Gebiet aktiv werden. Sikorski äußerte weiter, dass die Vorfälle, bei denen 19 Luftraumverletzungen durch mehrere Drohnen in einem Zeitraum von sieben Stunden festgestellt wurden, keinen zufälligen Charakter hätten. Seiner Meinung nach handele es sich bei diesem, wie er es nannte, 'militärischen und politischen Test' nicht nur um eine Herausforderung für Polen, sondern auch für die gesamte Nato.

