Pfizer trotzt Herausforderungen: Optimismus trotz Umsatzdämpfer
Der US-amerikanische Pharmagigant Pfizer überraschte im dritten Quartal mit einem trotz erheblicher Umsatzrückgänge robusten Ergebnis. Obwohl die Umsatzeinbußen Marktbedenken übertrafen, zeigte sich das Quartal weniger dramatisch als befürchtet. CEO Albert Bourla hob, gestützt von umfangreichen Kostensenkungsmaßnahmen, zum zweiten Mal die Gewinnziele für das Jahr an und erwartet nun ein um Sondereffekte bereinigtes Ergebnis je Aktie zwischen 3,00 und 3,15 US-Dollar. Zuvor war die Schätzung auf 2,90 bis 3,10 Dollar festgelegt.
Doch nicht alles glänzte: Der Gewinn pro Aktie sank im Vergleich zum Vorjahr um 18 Prozent auf 0,87 Dollar. Auch der Netto-Gewinn brach um 21 Prozent auf rund 3,5 Milliarden Dollar ein. Den Umsatz bezifferte der Konzern mit einem Rückgang von sechs Prozent auf knapp 16,7 Milliarden Dollar. Ungeachtet der trüben Quartalszahlen hielt Pfizer an seiner Gesamtjahresprognose von 61 bis 64 Milliarden Dollar fest. Vorbörslich geriet die Aktie dennoch unter Druck.
Nach rasanten Geschäften mit Covid-Impfstoffen während der Pandemie sieht sich Pfizer seit geraumer Zeit mit stagnierenden Umsätzen konfrontiert. Hinzu kommt der zunehmende Wettbewerbsdruck durch Generika-Hersteller. Um neue Erlösquellen zu erschließen, schloss Pfizer kürzlich einen Kaufvertrag mit der amerikanischen Biotechnologiefirma Metsera ab, um in den profitablen Markt für Gewichtsreduktionsmittel einzutreten. Allerdings vermasselte der dänische Konkurrent Novo Nordisk mit einem höheren Gebot die Pläne der Amerikaner, was nun in einem gerichtlichen Disput mündet.
Darüber hinaus zählt Pfizer zu den Unternehmen, die den Forderungen der US-Regierung nachgekommen sind, die Preise für Medikamente im Medicaid-Programm zu senken und signifikant in die USA zu investieren.

