ZDF-Dokuabend mit Longevity und zum Urknall

Zwei Produktionen widmen sich am Dienstagabend der Suche nach dem langen Leben und den Ursprüngen des Universums.
Mit einem thematisch breit gefächerten Dokuabend kombiniert das ZDF am 26. Mai 2026 persönliche Lebensentwürfe mit großen wissenschaftlichen Fragen. Um 22:15 Uhr läuft zunächst 37° mit “Ewig jung und gesund – Longevity“, ehe um 22:45 Uhr Terra X Harald Lesch: „… und das Rätsel des Urknalls“ folgt. Beide Sendungen sind jeweils bereits am Morgen des Ausstrahlungstags in der Mediathek abrufbar.
Die «37°»-Dokumentation von Julia Kaulbars widmet sich einem Trend, der zunehmend an Bedeutung gewinnt: dem Streben nach einem möglichst langen und gesunden Leben. Im Fokus stehen drei Menschen, die ihren Alltag konsequent an den Prinzipien der sogenannten Longevity-Bewegung ausrichten. Dabei geht es um Ernährung, Bewegung, Selbstoptimierung und die Hoffnung, Alterungsprozesse gezielt beeinflussen zu können.
Daniel etwa setzt nach zwei Burn-outs auf extreme Methoden wie Eisbaden, Atemtechniken und Nahrungsergänzungsmittel, um seine körperliche Leistungsfähigkeit zu steigern. Merle hingegen hat nach einer Krebserkrankung ihr Leben komplett umgestellt und sucht weltweit nach den Geheimnissen eines gesunden Alterns – etwa in den sogenannten „Blue Zones“. Felix schließlich verfolgt ein besonders radikales Ziel: Er möchte den Tod überwinden und setzt unter anderem auf Kryokonservierung, um sich nach seinem Ableben einfrieren zu lassen. Die Dokumentation stellt dabei auch die kritische Frage, was vom Leben bleibt, wenn sich alles der Selbstoptimierung unterordnet.
Im Anschluss richtet sich der Blick ins Universum: In «Terra X Harald Lesch: … und das Rätsel des Urknalls» begibt sich Harald Lesch auf die Suche nach dem Ursprung allen Seins. Die Sendung greift die grundlegende Frage auf, wie das Universum entstanden ist – und ob sich naturwissenschaftliche Erkenntnisse mit religiösen Vorstellungen vereinbaren lassen.
Dabei beleuchtet Lesch nicht nur die Big-Bang-Theorie, sondern auch deren offene Fragen. Eine zentrale Rolle spielt die geheimnisvolle dunkle Materie, die als unsichtbare Kraft das Universum zusammenhält. Um ihr auf die Spur zu kommen, besucht Lesch unter anderem das Laboratori Nazionali del Gran Sasso, ein unterirdisches Forschungslabor in Italien, in dem Wissenschaftler unter extremen Bedingungen nach Hinweisen auf diese bislang kaum greifbare Substanz suchen.

