Paketzustellungsfrust in Deutschland auf Rekordhoch: Ein optimistischer Ausblick
Behördliche Statistiken zeigen, dass die Unzufriedenheit über Paketzustellungen in Deutschland gegenüber dem Vorjahr stark angestiegen ist. Die Bundesnetzagentur verzeichnete in den ersten neun Monaten dieses Jahres über 44.000 Beschwerden über Postdienste, was einen Anstieg von rund 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Präsidiert von Klaus Müller, erklärte die Bundesnetzagentur, dass vor allem im Sommer die Anzahl der Beschwerden dramatisch anstieg, mittlerweile jedoch einen rückläufigen Trend zeigt.
Präsident Müller bleibt optimistisch: "Der Scheitelpunkt ist anscheinend überschritten," versicherte er. Obwohl im Juli noch mehr als 9000 Beschwerden eingingen, reduzierte sich die Zahl im August auf 6200 und im September auf 6000. Das Unternehmen Deutsche Post räumte ein, dass es regional, insbesondere in Schleswig-Holstein und Berlin-Brandenburg, zu Engpässen kam. Doch durch die Einstellung zusätzlichen Personals hat sich die Situation stabilisiert.
Die Frage, ob gegen die Deutsche Post ein Bußgeld verhängt werden könnte, beantwortete Müller gelassen. Das Postgesetz erlaubt der Bundesnetzagentur Sanktionen, jedoch betonte er die positive Entwicklung der Beschwerdezahlen. "Wir sehen eine Verbesserung und ich wage einen optimistischen Blick in Richtung Weihnachtszeit," kommentierte Müller.
Interessanterweise betreffen knapp 90 Prozent der kritischen Rückmeldungen den Marktführer Deutsche Post, der als DHL agiert, was die Herausforderung verdeutlicht, mit der das Unternehmen konfrontiert ist. Verbraucher beschweren sich über verspätete oder verloren gegangene Sendungen, sowie über Pakete, die ungünstig in der Nachbarschaft abgegeben werden.
Ein weiteres Signifikat stellte die Schlichtungsstelle Post dar, die dieses Jahr eine Rekordzahl an Schlichtungsanträgen verzeichnete: Im ersten Halbjahr 2025 gingen hier 2333 Eingaben ein. Diese Zahlen verdeutlichen die zunehmende Bedeutung der außergerichtlichen Streitbeilegung im Postbereich. Obwohl diese Gespräche nicht immer zu einer Lösung führen, betont Müller die wachsende Bereitschaft der Postunternehmen zur Teilnahme an diesen Prozessen.

