Spektakulärer Bankeinbruch: Ermittlungen nach Millionenbeute in Gelsenkirchen
Der kürzlich aufgedeckte Einbruch in eine Sparkassen-Filiale in Gelsenkirchen sorgt weiterhin für Aufsehen. Wie aus Sicherheitskreisen verlautete, könnte die erbeutete Summe über 100 Millionen Euro betragen. Zahlreiche Kunden hatten berichtet, dass sie mehr als 500.000 Euro in ihren Schließfächern aufbewahrt hatten. Offenbar sind die Ermittler über die Herkunft der Gelder teils skeptisch und vermuten, es könnte sich um Schwarzgeld handeln oder um Vermögen von kriminellen Clans.
Offiziell ist allerdings oft die Rede von "Hochzeitsgeldern". Die Einbrecher drangen in die Bankfiliale ein, indem sie von einem Archivraum aus ein Loch in den Tresorraum bohrten. Nahezu alle 3.250 Schließfächer der Filiale im Stadtteil Buer wurden während eines Einbruchs, der sich über mehrere Tage erstreckte, aufgebrochen. Die Schadenssumme wird derzeit auf einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag geschätzt, obwohl die genaue Höhe noch unklar ist.
Vor Ort bleibt die Filiale vorläufig geschlossen, da die Reparaturen nach wie vor andauern. Die Sparkasse gab bekannt, dass das Tresorraumloch inzwischen fachgerecht geschlossen wurde. Die unberührten Wertgegenstände werden unter notarieller Aufsicht registriert, was noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird. Die Sparkasse steht in engem Austausch mit der Polizei, um die Umstände vollständig aufzuklären. Im Zuge der Fahndung veröffentlichte die Polizei Fotos der Tatverdächtigen, die von Überwachungskameras stammten. Diese zeigen Personen mit schwarzen Sturmhauben und unterschiedlichen farbigen Handschuhen. Darüber hinaus werden Aufnahmen zweier Fahrzeuge, ein schwarzer Audi RS 6 und ein weißer Mercedes-Citan, zum Mittelpunkt der Ermittlungen. Beide mit gestohlenen Kennzeichen ausgestatteten Fahrzeuge wurden mutmaßlich als Fluchtwagen genutzt. Die Ermittlungsbehörden erhoffen sich nun wertvolle Hinweise aus der Bevölkerung, um die Täter zu identifizieren, obwohl es bisher keine Spur gibt.

