Orsted bleibt optimistisch trotz Baustopp: Kapitalerhöhung auf Kurs
Der dänische Windparkbetreiber Orsted zeigt sich trotz eines von US-Präsident Trump verhängten Baustopps für das bedeutende Projekt "Revolution Wind" an der US-Ostküste zuversichtlich. Das Unternehmen hat seine Pläne für eine erhebliche Kapitalerhöhung in Höhe von 60 Milliarden dänischen Kronen (ca. 8 Milliarden Euro) bekräftigt und kann dabei weiterhin auf die Unterstützung des dänischen Staates als Mehrheitsaktionär setzen.
Nachdem Orsted den Teilverkauf des "Sunrise"-Projekts nahe New York abbrechen musste, erlitt das Unternehmen einen weiteren Rückschlag, als die US-Behörden den Baustopp für "Revolution Wind" aufgrund neuer Bedenken ausgerufen haben. Orsted und Blackrock, die gemeinsam an dem Projekt arbeiten und je zur Hälfte beteiligt sind, sind darum bemüht, den Bau schnellstmöglich wieder aufzunehmen. Der derzeitige Baustand ist bereits bei 80 Prozent, wobei noch Investitionen von 5 Milliarden Kronen erforderlich sind.
"Revolution Wind" soll schlussendlich 350.000 Haushalte in Rhode Island und Connecticut mit Energie versorgen und eine Milliarde Kronen zum EBITA beitragen. Geplante Fertigstellung war für das nächste Jahr. Unterdessen leidet die Aktienkursentwicklung von Orsted erheblich, mit einem aktuellen Rückgang von 16 Prozent auf 180,60 Kronen, der den Wertverlust seit Beginn der Trump-Ära auf 44 Prozent anwachsen ließ.
Auch andere Unternehmen der Branche spüren die Nachwehen: Der Turbinenbauer Vestas, Zulieferer für das Projekt, verzeichnete einen Rückgang von über drei Prozent. Siemens Energy und Nordex gerieten ebenfalls unter Druck, was die Unsicherheiten in der Windkraftindustrie unterstreicht.

