Optimistische Ausblicke und bittere Enttäuschungen in der Telekombranche
Die jüngsten Entwicklungen in der Telekommunikations- und Internetbranche sorgten für Nervenkitzel unter den Anlegern. Während Freenet und United Internet eher gemischte Ergebnisse präsentierten, setzte Ionos ein klares Ausrufezeichen mit ambitionierten Prognosen für das laufende Jahr. Besonders das Wachstum des bereinigten Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen beeindruckte die Analysten und verlieh der Aktie Flügel.
Ionos verzeichnete nicht nur eine Kehrtwende von anfänglichen Verlusten zu einem beeindruckenden Kursplus, sondern erklomm mit 43 Euro ein neues Rekordhoch im MDax. Analysten sehen, trotz einer gedämpften Wachstumsprognose im Cloud-Sektor, Potential durch die bevorstehenden Digitalisierungsprojekte der EU. Zudem entfacht die geplante KI-Initiative mit Hochtief die Fantasie der Investoren. Allein die Vorstellung einer KI-Gigafactory steigerte die Attraktivität der Aktie weiter.
Anders gestaltet sich die Lage bei United Internet. Der Konzern leidet unter hohen Ausbaukosten des Mobilfunk- und Glasfasernetzes, was sich negativ auf das operative Ergebnis auswirkte, obwohl der Umsatz erfreulich war. Im frühen Handel musste die Aktie Federn lassen, konnte jedoch die Verluste zum Mittag größtenteils wieder aufholen.
Freenet hatte ebenfalls mit Herausforderungen zu kämpfen. Auch wenn Vorhersagen für 2025 bestätigt wurden, enttäuschten die Zahlen aufgrund rückläufiger Umsatzerwartungen pro Kunde und einem schwächeren ersten Halbjahr. Diese Entwicklungen belasteten die Aktie, die nach einem deutlichen Rückgang im Tagesverlauf nur geringfügig Boden gutmachen konnte.
Die Märkte beobachteten mit Spannung die europäische Telekomlandschaft, die einmal mehr unter dem Einfluss konkurrierender Geschäftsergebnisse, zukünftiger Expansionen und den vielversprechenden Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz steht.

