Optimismus an den Aktienmärkten trotz angespannter Lage
Nach einem verhaltenen Start in die Woche zeigte sich der deutsche Aktienmarkt am Dienstag in einer soliden Verfassung. Trotz anhaltender Unsicherheiten über die Fortschritte der internationalen Friedensgespräche im Ukraine-Konflikt konnte der Dax um 0,45 Prozent auf 24.423,07 Punkte zulegen und wahrt damit den Abstand zu seinem Höchststand vom Juli bei 24.639 Punkten.
Die jüngsten diplomatischen Bemühungen stehen weiterhin im Fokus. Das Treffen zwischen Donald Trump, dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und europäischen Spitzenpolitiken zeichnete sich durch eine positivere Atmosphäre im Vergleich zu vorherigen Begegnungen aus, wie Analysten von JPMorgan und Deutsche Bank berichteten.
Der MDax hingegen verzeichnete einen kleinen Rückgang von 0,03 Prozent, belastet durch deutliche Verluste der Rüstungsunternehmen Hensoldt und Renk. Der EuroStoxx 50 zeigte sich stärker mit einem Zuwachs von fast einem Prozent.
Rüstungswerte blieben unter Druck: Rheinmetall, Hensoldt und Renk registrierten deutliche Verluste zwischen 4,9 und 9,5 Prozent. Die Marktsensibilität gegenüber Nachrichten aus dem Ukraine-Konflikt bleibt hoch.
Im Dax erlebte Zalando einen Aufschwung von 3,7 Prozent, begünstigt durch eine Kaufempfehlung der Baader Bank. Hellofresh verzeichnete nach einer positiven Entwicklung am Montag einen weiteren Anstieg um 7 Prozent, während sich auch Delivery Hero stark präsentierte.
Stratec, ein Diagnostikspezialist, konnte trotz eines Umsatzrückgangs im zweiten Quartal die optimistische Jahresprognose bekräftigen und schloss 4,5 Prozent im Plus. Verve, dessen Aktien sich im SDax an die Spitze setzten, erholte sich weiter von seinen jüngsten Verlusten und konnte um 10 Prozent zulegen.
Außerhalb der Eurozone legte der Zürcher SMI um 1,2 Prozent zu, während der Londoner FTSE 100 moderat zulegte. In den USA erreichte der Dow Jones Industrial ein neues Rekordhoch und konnte sich weiterhin im Plus behaupten.

