Ölpreise steigen – US-Sanktionen gegen Russland im Gespräch
Die Ölpreise erlebten am Mittwoch einen leichten Anstieg und setzten damit ihre positive Entwicklung aus dem frühen Handel fort. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli erhöhte sich auf 64,82 US-Dollar, was einem Plus von 73 Cent im Vergleich zum Vortag entspricht. Auch der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI legte um 78 Cent zu und erreichte 61,67 Dollar.
Im Zentrum der Marktspekulationen stehen derzeit mögliche US-Sanktionen gegen Russland, was beträchtliche Auswirkungen auf russische Ölexporte haben könnte. Anlass hierfür bietet die jüngste Kritik von US-Präsident Donald Trump an Kremlchef Wladimir Putin, die in gewohnt scharfer Rhetorik über die Social-Media-Plattform Truth Social geäußert wurde. Dabei warnte Trump, dass Putin mit dem Feuer spiele und bemerkte, dass Russland ohne sein Eingreifen bereits „viele wirklich schlimme Dinge“ erlebt hätte.
Neben geopolitischen Spannungen richtet sich der Blick der Anleger auch auf die Förderpolitik der Opec+. Ein wichtiges Treffen eines Gremiums des Ölverbunds, das die Marktentwicklungen beurteilt, steht bevor und könnte eine Vorbereitung auf die am Wochenende erwarteten Entscheidungen der Opec+ darstellen. Berichten zufolge könnte es ab Juli zu einer erneuten Erhöhung der Fördermenge kommen, was den Ölmarkt zusätzlich beeinflussen dürfte.

