Ölpreise steigen leicht - Opec+ Beschluss stößt auf Skepsis
Die Ölpreise konnten sich am Freitagabend leicht erholen. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 81,15 US-Dollar, ein Anstieg um 29 Cent im Vergleich zum Vortag. Auch ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) verteuerte sich um 38 Cent auf 76,34 Dollar.
Zuvor waren die Ölpreise deutlich gefallen, doch vor dem Wochenende stabilisierten sie sich wieder. Grund dafür war die Ankündigung von Opec+, einer Allianz aus den Mitgliedstaaten der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) und anderen wichtigen Produzenten, die Ölfördermenge weiter zu kürzen. Allerdings setzt der Beschluss lediglich auf "freiwillige" Beschränkungen, weshalb Zweifel an der Umsetzung aufkamen. Angolas Ablehnung der Quote verstärkte die Unsicherheit zusätzlich.
Die Marktreaktionen auf die freiwillige Förderkürzung waren überwiegend skeptisch. Analysten bezeichneten den Beschluss als Enttäuschung. Das führende Opec-Land Saudi-Arabien plant jedoch, seine bestehende Produktionskürzung von einer Million Barrel pro Tag bis Ende des ersten Quartals 2024 fortzusetzen. (eulerpool-AFX)

