Ölpreise in der Abwärtsspirale: Opec+ im Fokus
Nachdem die Ölpreise eine schwache Vorwoche verzeichneten, knüpft der aktuelle Wochenbeginn nahtlos daran an. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent zur Lieferung im August notierte zuletzt bei 67,76 US-Dollar, was einen minimalen Rückgang um einen Cent gegenüber dem Wochenende bedeutet. Ähnliches Bild zeigt sich bei der US-Sorte WTI, deren Preis um 13 Cent auf 65,39 Dollar sank.
Der rückläufige Trend wird unter anderem auf eine Beruhigung der geopolitischen Spannungen im Nahen Osten zurückgeführt. Ein jüngst vereinbarter Waffenstillstand zwischen Israel und Iran führte zu einer Entspannung der Märkte, die zuvor durch die Sorge um eine mögliche Blockade der Straße von Hormus verunsichert waren. Diese Wasserstraße ist von essenzieller Bedeutung für den globalen Öltransport, was die Nervosität der Anleger erklärt.
In den kommenden Tagen richtet sich die Aufmerksamkeit verstärkt auf die Opec+, die Gemeinschaft der Erdölförderländer. Von besonderem Interesse ist das anstehende Treffen, bei dem eine mögliche Ausweitung der Produktion um weitere 411.000 Fässer pro Tag für den August besprochen werden soll. Solche Schritte könnten die Preise unter Druck setzen, illustrieren jedoch auch den Balanceakt zwischen Angebotserweiterung und Preisstabilität, der die Märkte beschäftigt.

