Ölpreis-Manöver: Auf der Suche nach dem Gleichgewicht
Der Markt für Rohöl machte am Donnerstag eine leichte Korrektur durch. Beobachter registrierten eine vergleichsweise ruhige Entwicklung der Kurse. Die Nordseesorte Brent, zur Lieferung im Dezember vorgesehen, zog sich um 38 Cent auf 64,54 US-Dollar pro Barrel zurück. Der amerikanische WTI-Rohölkontrakt markierte einen Preis von 60,16 Dollar, was einem Rückgang von 32 Cent im Vergleich zum vorherigen Tag entspricht.
Ein potenzieller dritter monatlicher Rückgang beim Brent-Öl signalisiert die anhaltende Fragilität des Marktes, die vor allem durch die Angst vor einem übermäßig großen Angebot geprägt ist. Zuletzt ermahnte die Internationale Energieagentur (IEA) vor einem drohenden Überangebot, das die Stabilität der Preise bedrohen könnte.
In Reaktion auf diese Marktdynamik konzentrieren sich Investoren verstärkt auf das Förderverhalten des Rohölverbunds Opec+. Im bevorstehenden Treffen der Opec+ am Wochenende wird erwartet, dass der Zusammenschluss, zu dem auch bedeutende Förderländer wie Russland gehören, eine weitere Erhöhung der Fördermengen für den Monat Dezember beschließen könnte.

