Ölmarkt zeigt Reaktion auf politische Spannungen
Die Ölpreise haben am Mittwoch nach einem vorherigen Anstieg leicht nachgegeben. Die Nordseesorte Brent zur Lieferung im September wurde um 72,41 US-Dollar pro Barrel gehandelt und damit um 10 Cent günstiger als am Tag zuvor. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI sank um 16 Cent und notierte zuletzt bei 69,05 US-Dollar.
Politische Entwicklungen, insbesondere der gestiegene Druck der USA auf Russland und dessen Wirtschaftspartner, haben die Notierungen in der letzten Zeit stark beeinflusst. So hat US-Präsident Donald Trump am Montag die Frist für die Einführung höherer Zölle auf russische Handelsgüter von ursprünglich 50 Tagen auf lediglich „zehn oder zwölf“ Tage verkürzt. Diese beschleunigte Anordnung wurde ab Dienstagabend in Kraft gesetzt.
Noch vor der Ankündigung, am Montagmorgen, lag der Preis für Brent-Öl unter 69 US-Dollar, während die US-Sorte WTI bei rund 65 US-Dollar gehandelt wurde. Trumps Strategie, Druck auf Russland auszuüben, zielt darauf ab, die bedeutenden Abnehmer russischen Öls, wie China und Indien, zu betreffen und so die wirtschaftliche Basis des Kremls zu schwächen.
Welche Länder konkret von den Sanktionen betroffen sein könnten, ist bislang unklar.

