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Ölmarkt im Fokus: Ambitionierte Pläne treffen auf skeptische Analysten

06. Januar 2025, 08:33 Uhr · Quelle: Eulerpool News
Die Pläne der US-Regierung zur Erhöhung der Ölproduktion um 3 Millionen Barrel pro Tag bis 2028 stoßen auf Skepsis, da Produktionskosten und Marktentwicklungen unsicher bleiben. Russlands robuste Ölexporte könnten zudem eine Herausforderung für den Erfolg dieser Strategie darstellen.

Der politische Schlachtruf "Drill, Baby, Drill" von Donald Trump könnte zwar die USA als weltgrößten Ölproduzenten in Stellung bringen, um Russland im Ukraine-Konflikt wirtschaftlich unter Druck zu setzen, doch stoßen diese Pläne vielerorts auf Skepsis. Der Gedankengang, dass eine Überflutung des Marktes mit amerikanischem Öl die Preise drücken und teures russisches Öl verdrängen könnte, stößt auf Zweifel. Ebenso bezweifelt wird die Vision, russische Ölimporte komplett zu sanktionieren, ohne den Markt in Turbulenzen zu stürzen.

Die Skepsis richtet sich insbesondere gegen den wirtschaftlichen Plan des zukünftigen Finanzministers Scott Bessent, der bis 2028 eine Erhöhung der US-Ölproduktion um 3 Millionen Barrel pro Tag anstrebt. Dies könnte schwierig werden, da die Produktionskosten für Schieferöl, welches das Rückgrat der US-Ölproduktion bildet, laut der Dallas Fed bei prognostizierten 64 USD pro Barrel liegen. Fallen die Preise auf unter 50 USD, drohen Betriebsstilllegungen. Zwar könnte das Freimachen von mehr Bundesland für den Abbau und die Reduzierung bürokratischer Hürden einen kleinen Schub geben, doch grundlegend ändert sich dadurch wenig.

Ein Paradoxon besteht darin, dass die amtierende Biden-Administration der Ölindustrie trotz ihrer grünen Agenda kaum Steine in den Weg gelegt hat. Denkbar wäre, den produzierten Öl-Royaltiesatz auf Bundesland zu senken oder Unternehmenssteuern zu minimieren, jedoch stünde Letzteres dem Rest von Bessents Plan entgegen. Selbst bei Erfolg bliebe ungewiss, ob die anvisierten Produktionsziele rechtzeitig umgesetzt werden könnten, um Trumps Versprechen eines schnellen Endes des Ukraine-Konflikts einzulösen.

Auf globaler Ebene ist zu beachten, dass Ölproduktionssteigerungen oft Jahre im Voraus geplant werden. Russland hat heute kaum noch Entwicklungs-Spielräume; viele Projekte sind seit der Eskalation in der Ukraine auf Eis gelegt. Doch selbst wenn Russland Einbußen hinnehmen müsste, könnten die Kosten für Produktion und Export bei etwa 11-12 USD pro Barrel bleiben, was durch den Verfall des Rubels weiter begünstigt wird. Ein Einbruch der Ölpreise unter 50 USD könnte für Russland somit wenig Schrecken verbreiten.

Letztlich bleibt die Vorstellung schwierig, dass eine amerikanische Produktionssteigerung von 3 Millionen Barrel pro Tag die russischen Exporte von derzeit 7 Millionen Barrel ersetzen könnte. Die Embargo-Strategie, die gegen Iran wirksam war, könnte bei Russland wegen der enormen Exporte in die globalen Märkte ins Leere laufen. Es ist ratsam, Strategien zu entwickeln, die Russlands robuste Öleinnahmen realistisch einbeziehen.

Finanzen / Economics
[Eulerpool News] · 06.01.2025 · 08:33 Uhr
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