Offshore-Windräder auf dem Vormarsch: Installierte Leistung steigt um 0,4 GW
Die deutsche Offshore-Windindustrie geht mit positiven Zahlen ins neue Jahr. Laut einem Bericht des Beratungsunternehmens Deutsche Windguard waren zum Jahreswechsel insgesamt 1566 Windenergie-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 8,5 Gigawatt (GW) in deutschen Gewässern in Betrieb. Damit stieg die installierte Leistung im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 GW.
Der Anteil des Offshore-Windstroms an der deutschen Stromerzeugung beträgt laut dem Bericht im Jahr 2021 5,2 Prozent. Trotzdem ist die Gesamtstromerzeugung aus diesem Bereich leicht rückläufig. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 4,9 Prozent weniger Strom erzeugt. Insgesamt wurden 23,5 Terawattstunden an Strom aus Offshore-Windrädern produziert.
Die Bundesregierung hat ehrgeizige Ziele für die Offshore-Windenergie bis 2045 festgelegt. Bis 2030 soll Deutschland jährlich mindestens 30 GW Strom aus Offshore-Windparks generieren, bis 2035 sollen es mindestens 40 GW sein und bis 2045 mindestens 70 GW. Der Ausbau der Offshore-Windkraft spielt somit eine zentrale Rolle in der Energiewende.
Diese Ziele sind ambitioniert, aber notwendig, um die Klimaziele zu erreichen und den Ausstieg aus der Atomkraft zu kompensieren. Zum Vergleich: Das im vergangenen Jahr abgeschaltete Atomkraftwerk Emsland hatte eine Leistung von lediglich 1,4 GW.
Die Offshore-Windindustrie leistet nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Energiewende, sondern bietet auch zahlreiche wirtschaftliche Chancen. Die Installation und Wartung von Windenergie-Anlagen auf See schafft Arbeitsplätze und stärkt den Technologiestandort Deutschland.
Die positiven Zahlen und das ambitionierte Ausbauziel zeigen, dass die Offshore-Windindustrie in Deutschland weiterhin auf dem Vormarsch ist. Die Branche ist gut positioniert, um einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele zu leisten und gleichzeitig wirtschaftliches Wachstum zu generieren. (eulerpool-AFX)

