Ölpreisrückgang trotz US-iranschem Tauziehen
Am Dienstag erlebten die Ölpreise eine leichte Abkühlung. Ein Barrel der Nordseesorte Brent stand am Dienstagmorgen bei 65,37 US-Dollar und verzeichnete damit einen Rückgang von 22 Cent im Vergleich zum Vortag. Gleichzeitig sank der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) um 15 Cent und erreichte 60,48 Dollar. Verantwortlich für diese leichte Preisbewegung sind die jüngsten diplomatischen Entwicklungen zwischen den USA und dem Iran, die die Marktstimmung beeinflussten.
US-Präsident Donald Trump äußerte sich optimistisch, was eine mögliche diplomatische Entspannung zwischen den beiden Nationen angeht. Laut Trump zeigt der Iran Interesse an einer Verhandlungslösung der bestehenden Spannungen. In einem Gespräch mit dem US-Nachrichtenportal "Axios" erklärte Trump, dass sich die Lage mit dem Iran kontinuierlich weiterentwickele, da die US-Regierung eine eindrucksvolle militärische Präsenz in die Region entsandt habe. Die Armada, die Trump als "größer als vor der Küste von Venezuela" beschrieb, umfasst unter anderem den Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln".
Trotz dieser militärischen Stärke zeigt sich Trump überzeugt, dass Teheran ernsthaft an einem Abkommen interessiert sei und bereits mehrfach Gesprächsbereitschaft signalisiert habe. Nichtsdestotrotz schloss der Präsident ein militärisches Eingreifen der USA im Iran nicht aus, insbesondere angesichts der jüngsten, blutigen Protestunterdrückungen in der Islamischen Republik.

